Spiegels schiefe Optik bei Drogen

Wenn’s um Drogen geht, ist der Spiegel einfach nicht zu brauchen: reisserischer Titel und Lead, immer gegen Hippies und/oder Cannabis wie zum Beispiel Opium bringt Opi um, Flower-Power, freie Liebe, „Lucy in the Sky with Diamonds“ oder Jährlich betrinken sich Tausende Jugendliche zwischen 15 und 25 hemmungslos oder kiffen so viel, dass sie im Krankenhaus landen.

Wenn man weiterliest, kommt irgendwann kleinlaut die Wahrheit ans Licht, dass nämlich das grosse Problem bei der harten Droge Alkohol liegt sowie bei der Medikamenten-Sucht. Die illegalen Substanzen werden dann aber in den Spiegel-Texten weiterhin fröhlich durcheinander gemixt – Opium, Heroin, Kokain, LSD, Haschisch, alles dasselbe – und wer vom Thema nicht ohnehin bereits viel versteht, wird gründlich desinformiert.

Wer schmiert wohl den Spiegel beim Thema Drogen? Vor Jahren war mal im selben Spiegel zu lesen, dass es keine grössere Nachrichtenredaktion ohne Geheimdienst-Offizier gibt. Hier aber hat wohl vor allem die Pharma-Industrie ihre schmutzigen Finger im Spiel.

Tatsache ist, dass Senioren mit etwas Cannabis – oder in manchen Fällen, vor allem bei Schmerzen, sogar mit Opium – besser dran sind als mit dem Schrott, den die Pharma-Multis reindrücken und an deren Nebenwirkungen die Leute massenhaft leiden und untergehen. Es ist ja schliesslich kein Zufall, dass unsere Körper mit einem eigenen Endocannabionid-System ausgerüstet sind, sind wir doch nur ein kleiner Teil der planetaren Biosphäre und reagieren meistens am besten auf Substanzen, die aus derselben Biosphäre stammen.

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Heilt Cannabis Krebs?

Es gibt eine wachsende Anzahl von Berichten, dass Cannabis wirksam ist gegen eine ganze Reihe von verschiedenen Krebstypen, einerseits von wissenschaftlicher Seite wie in diesem BBC-Bericht, andererseits von Betroffenen, die die uralte Medizin an sich selber oder an ihren Nächsten ausprobiert haben. Es scheint, dass neben dem THC (Tetra-Hydro-Cannabinol) vor allem die Cannabidiole wirksam sind.

Für die Therapie verwendet wird das Hanfblüten-Oel, ein Extrakt aus Blüten und Blättern der Hanfpflanze. Auf der Szene wird es auch Hasch-Oel genannt. Pionier der Cannabis-Krebs-Bewegung ist der Kanadier Rick Simpson, der seine Erkenntnisse, seine Patienten und seine Geschichte im von Christian Laurette produzierten Film „Run from the Cure“ festgehalten hat.

Rick Simpson
Rick Simpson

Simpson, der selber anpflanzte und Oel herstellte, verteilte es gratis an alle, die es benötigten. Dennoch wurde er von der kanadischen Justiz mit aller Härte angegriffen, die Polizei brach in sein Haus ein als er in Holland weilte, vernichtete 1’190 Pflanzen und stahl Kameras und Videobänder. Der Staatsanwalt verlangte zwei Jahre Haft, doch der Richter beliess es dann bei 2’000$ Busse und einem symbolischen Tag Haft, wofür ihm die fünftägige Verhandlung angerechnet wurde. Einen detaillierten Bericht gibt es bei cannabisculture.com. Rick Simpson lebt heute in der Tschechei. Weitere Informationen auf Rick Simpsons Website www.phoenixtears.ca.

Hier eine kurze Anleitung zur Herstellung vom Hanfblüten-Oel. Vorsicht: die angegebenen Loesungsmittel sind hochexplosiv. Es dürfen sich keine glühenden oder brennenden Elemente in der Nähe befinden, und es ist für gute Belüftung zu sorgen. Eine viel weniger gefährliche Lösungsmittel-Variante ist Trinksprit, 96prozentiger Alkohol, der aber reichlich teuer ist. Trinksprit hat zudem den Vorteil, dass allfällige Rückstände gesundheitlich unbedenklich sind.

Die Pharma-Industrie hat kein Interesse an Hanf, da er nicht patentierbar ist. Sie hat im Gegenteil ein grosses Interesse daran, dass Cannabis als Heilmittel weiterhin verboten bleibt. Dennoch hat am 24.3.2011 das US National Institute of Health folgendes Statement auf seine Website gestellt:
Cannabinoids may cause antitumor effects by various mechanisms, including induction of cell death, inhibition of cell growth, and inhibition of tumor angiogenesis and metastasis. Cannabinoids appear to kill tumor cells but do not affect their nontransformed counterparts and may even protect them from cell death.”
…The potential benefits of medicinal cannabis for people living with cancer include antiemetic effects, appetite stimulation, pain relief, and improved sleep. In the practice of integrative oncology, the health care provider may recommend medicinal cannabis not only for symptom management but also for its possible direct antitumor effect.

Es wird nun also auch von der amerikanischen Regierung anerkannt, dass Cannabinoide Krebszellen angreifen und deren Zelltod auslösen können. Es wird empfohlen, Hanfpräparate nicht nur für Appetit-Stimulation, Schmerzbekämpfung und verbesserten Schlaf einzusetzen sondern auch für direkte Tumorbekämpfung. Lange hat’s gedauert, wie NORML kommentiert, doch langsam wacht selbst die amerikanische Regierung auf….

Mit Cannabis gegen Gewalt

Ein Freund von uns und seine Kumpels wurden am letzten Wochenende auf dem Gempen (Nähe Basel) von einer 15 bis 20 Mann starken Gruppe von jungen Leuten brutal zusammengeschlagen. Die Schläger waren stark betrunken. Siehe den Artikel in der Basler Zeitung.

Der Zusammenhang zwischen der in den letzten Jahren enorm verstärkten Cannabis-Repression in der Schweiz und der zunehmenden Gewalt ist kaum jemandem bewusst. Dabei ist er offensichtlich: seit Gras und Haschisch durch polizeiliche Massnahmen vor allem gegen Plantagen verknappt worden sind, besaufen sich die jungen Leute, und logischerweise nehmen Vandalismus und brutale Gewalt zu.

Zu diesem Thema ist in den USA ein neues Buch von Paul Armentano und Steve Fox erschienen: Marijuana Is Safer: So Why Are We Driving Americans to Drink?, zu deutsch: „Cannabis ist sicherer – weshalb treiben wir die Amerikaner zum Alkohol?“.

Das Buch behandelt zwei Hauptthemen:
1. Viele Leute glauben immer noch, Cannabis sei gefährlicher als Alkohol, und das ist völlig falsch. Alkohol ist eine harte Droge, sehr giftig für den Körper und fordert jährlich 3’000 direkte Todesopfer alleine in der Schweiz. Dabei sind die durch Alkohol ausgelösten Gewalttaten und Unfälle nicht eingerechnet, ebensowenig das Leid, das die Familien von Alkoholikern ertragen müssen.
Cannabis hingegen ist ungiftig, es gibt keinen einzigen dokumentierten Todesfall durch Cannabis. Wenn es ohne Nikotin geraucht wird, ist kein Lungenschaden zu erwarten, siehe die Langzeitstudie der University of California. In einem Interview mit Alternet geht Paul Armentano auch auf andere Behauptungen von Cannabis-Gegenern ein, wie die Psychosen-Angstmacherei, für die keine wissenschaftlich haltbare Begründung vorliegt.

2. Der soziale Schaden durch Alkohol ist enorm, vor allem durch Autofahren und Gewalttaten unter Alkohol-Einfluss. Demgegenüber führt Cannabis zu einem vorsichtigeren Fahrstil und dämpft Aggressionen ab. Womit nicht gesagt sein soll, dass die Leute zum Autofahren kiffen sollen, aber es ist absurd und ungerecht, dass selbst um Tage und Wochen zurückliegender Cannabisgenuss zum Führerschein-Entzug führt. Jedenfalls brauchen wir eine öffentliche Diskussion darüber, ob es nicht vernünftiger sein könnte, Cannabis allgemein zugänglich zu machen, um uns vor der zunehmenden Gewalt zu schützen.

Marijuana Is Safer
Marijuana Is Safer'

Der Spiegel, Cannabis und Rauschgift

Spiegel-TV berichtete heute abend (3.2.08) über die Grossrazzia, die die deutsche Polizei kürzlich bei deutschen Cannabispflanzern durchgeführt hatte. Zwei Grossplantagen wurden ausgehoben, ein paar mittlere und viele kleine, so zum Beispiel die Pflanzung eines Richters und einer Rechtsanwältin, die zusammen im Keller 13 Pflanzen gezogen hatten, und die nun mit der vollen Härte des deutschen Betäubungsmittelgesetzes rechnen müssen.

Die Fahnder hatten einen Gartenbedarf-Grosshändler verdeckt überwacht, seine emails mitgelesen und seine Kundendatenbank durchforstet. Unter einem repressiven Regime einschlägige Werkzeuge online einzukaufen, ist wohl nicht das Klügste, da schickt man besser die Oma zum Shopping.

Flashback in die sechziger Jahre: beim Spiegel wird immer noch von Rauschgift gesprochen, wenn von Cannabis die Rede ist. Tief ist das Blatt gesunken, seit Augstein nicht mehr da ist, der selber immerhin mal mit 40 Gramm Haschisch in Sardinien erwischt worden war. In einem anderen Beitrag derselben Sendung wurden betrunkene Disco-Schläger gezeigt. Alkohol ist nun wirklich sehr giftig, aber da redet keiner von Rauschgift…

Dunkle Wolken

Am Montag hat der Schweizer Nationalrat die Volksinitiative „Pro Jugendschutz“ zur Entkriminalisierung von Cannabis mit 106 zu 70 Stimmen abgelehnt. Einmal mehr wurden die altbekannten und längst widerlegten Argumente vorgebracht: Cannabis sei eine gefährliche Droge, die wissenschaftlich noch nicht genügend erforscht sei, Cannabis sei eine Einstiegsdroge usw. Wo doch jeder, der sich unvoreingenommen informiert, sehr schnell wissen kann, dass Alkohol und Nikotin weitaus gefährlicher sind als Hanf, und dass Milch bei weitem die gefährlichste Einstiegsdroge ist, denn 100% aller Junkies haben mit Milch begonnen – was beweist, dass man mit Statistiken so ziemlich jeden Mist beweisen kann.

Das Problem ist, dass Vernunft in dieser Diskussion überhaupt nichts bewirkt. Schon der britische Hanfdrogen-Report anfangs des 20. Jahrhunderts hat aufgezeigt, dass selbst jahrzehntelanges Konsumieren keine schwerwiegenden Schäden nach sich zieht und dass Cannabis ein relativ harmloses Kraut ist, das zudem viele heilsame Wirkungen aufweist. Der New Yorker La Guardia-Report in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts hat das bestätigt, und unzählige weitere Studien sind zu ähnlichen Ergebnissen gekommen, obwohl es für Wissenschaftler äusserst schwierig ist, für eine unvoreingenommene Studie Bewilligungen und Gelder zu erhalten. Umgekehrt ist es vor allem in den USA sehr einfach seine Karriere zu befördern, wenn das Ziel einer Studie darin besteht, die Gefährlichkeit von Cannabis zu beweisen.

Es geht vielmehr darum – und da muss ich mich leider wiederholen – unbequeme und tendenziell rebellische Minderheiten unter dem Daumen zu halten. Dazu ist das Cannabisverbot doch ein wunderbar probates Mittel: immer ist ein Vorwand vorhanden, um Menschen anzuhalten und zu durchsuchen und anhand ihrer gespeicherten Handynummern ganze Beziehungsnetze zu durchleuchten. Besonders praktisch sind die Strassenverkehrsgesetze, die es in der Schweiz und anderen Ländern ermöglichen, selbst Gelegenheitskonsumenten den Führerausweis zu entziehen – die Grenzwerte sind so tief angesetzt, dass auch ein Konsum, der vor zehn Tagen stattgefunden hat und die Fahrtüchtigkeit nicht im geringsten beeinträchtigt, für einen Ausweisentzug ausreicht. Traurig zu sehen, dass auch Grüne, wie die mir persönlich bekannte und geschätzte Esther Maag, resolute Befürworter dieses diskriminierenden Gesetzes-Machwerks waren.

In den Vereinigten Staaten sind vorwiegend Schwarze und andere Nicht-Weisse Opfer der Drogengesetze. Das kommt der Rechten sehr zupass, denn Vorbestrafte verlieren ihr Wahlrecht, sodass ein grosser Teil der tendenziell demokratisch ausgerichteten schwarzen Bevölkerung zum vornherein von den Wahlen ausgeschlossen werden kann.

Dass die Unterdrückung des Cannabiskonsums und die Verknappung des Hanf-Angebots zu vermehrtem Alkoholkonsum mit seinen sattsam bekannten gewalttätigen Folgen führt, wird von den rechts ausgerichteten Politikern gerne in Kauf genommen, denn mehr Gewalt bringt die Zustimmung der Bürger zu mehr Polizei, härterem Durchgreifen, mehr Ueberwachung und zu einer generellen Einschränkung der individuellen Freiheit und der Bürgerrechte. Dazu passt auch, dass die von den Politikern erzeugte Schwarzmarkt-Situation kriminelle und terroristische Organisationen fördert, denn Terror ist die beste Begründung für die faschistoiden Gesetze, die in den sogenannt aufgeklärten westlichen Demokratien zur Tagesordnung geworden sind.

Es besteht die Gefahr eines neuen Faschismus, der noch viel gefährlicher wird als die Nazi-Herrschaft, denn heute wird die Unterdrückung perfektioniert mit flächendeckender Video-Ueberwachung, mit Software, die einen Menschen anhand seiner Art sich zu bewegen identifizieren kann, mit routinemässiger Durchsuchung von elektronischer Kommunikation und Telefongesprächen, mit der Aufzeichnung aller Aufenthaltsorte eines Menschen anhand seines Mobiltelefons und mit der Erstellung vollständiger Profile jeden Bürgers aufgrund seiner Lektüre und seiner Aeusserungen im Internet. Winzige Drohnen mit Videokameras werden heute schon in den USA eingesetzt, um bei Musik-Festivals Cannabis-Konsumenten herauszupicken und zu verhaften.

Solange die einigermassen demokratischen Strukturen noch funktionieren, ist das noch nicht ganz schlimm. Wenn aber autoritäre Kreise die Macht übernehmen, ist für die vollständige Unterdrückung technologisch alles schon bestens vorbereitet. Dunkle Wolken am Horizont.

Dubai: vier Jahre für 0.03 Gramm Haschisch

Wie der Spiegel online berichtet, wurde in Dubai ein junger ägyptischer Banker wegen 0.03 Gramm Haschisch zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Der Aegypter, der selber kein Cannabis konsumiert, hatte an einer Hochzeits-Party in Kairo für Verwandte etwas zum Rauchen organisiert, und dabei war offenbar ein winziger Krümel in seiner Jackentasche hängengeblieben.

Solche grausamen Strafen scheinen im muslimischen Wüstenstaat an der Tagesordnung zu sein. Da kann man nur sagen: um Dubai einen grossen Bogen machen!

Cannabis/Psychose-Angstmacherei in England neu aufgewärmt

Die britischen Medien haben sich, wie alternet.org berichtet, begeistert auf einen Artikel in der medizinischen Zeitschrift „The Lancet“ gestürzt, der einmal mehr das Thema Cannabis und Psychose aufgreift. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine neue Studie, sondern um eine Zusammenfassung mehrerer, teils jahrzehnte alter Studien. Obwohl der Lancet-Artikel selber nicht alarmistisch ist, machen die Medien daraus einmal mehr eine Angstmacherei, was offenbar der Linie des neuen englischen Premiers Gordon Brown entspricht, der wieder auf härtere Strafen gegen Cannabis-Konsumenten drängt. When will they ever learn…

Laut alternet.org weist der Lancet-Artikel zwar auf einen geringen statistischen Zusammenhang zwischen Cannabis-Konsum und Psychose hin, doch kann daraus nicht gefolgert werden, dass es Cannabis ist, das Psychosen auslöst. Vielmehr ist es häufig so, dass Menschen mit psychotischen Problemen bei Cannabis Linderung ihrer Symptome suchen und wahrscheinlich auch öfters finden. Vermutlich liegt die Wahrheit genau beim Gegenteil dessen, was uns die Drogen-Krieger einreden wollen: Cannabis kann ein effektives Heilmittel bei psychischen Problemen sein, das im Gegensatz zu chemischen Mitteln nur geringe Nebenwirkungen aufweist.

Damit soll nicht für einen hirn- und sinnlosen Konsum plädiert werden, wie er heute leider gerade bei jüngeren Leuten öfters zu beobachten ist. Probleme in der Schule oder an der Lehrstelle, lösen sich nicht, wenn hemmungslos Hanf konsumiert wird – im Gegenteil, sie werden meist noch verschärft, gerade auch wegen dem Unverständnis und der Ablehnung, die Hanf-Konsumenten entgegengebracht wird. Dies ist halt auch eine negative Folge der Cannabis-Repression: da über das Thema nicht offen geredet werden kann, kann sich auch keine vernünftige Konsumkultur entwickeln.

Hier der Text von alternet.org in voller Länge:

Smoking Pot Won’t Make You Crazy, But Dealing with the Lies about It Will
By Paul Armentano and Mitch Earlywine, HuffingtonPost.com. Posted August 13, 2007.

A new attempt to scare pot smokers in Britain alleges that smoking pot can increase the risk of becoming „psychotic.“ A quick glance at the data cited reveals no such correlation.

Smoking pot won’t make you crazy, but trying to find the truth behind the recent rash of headlines regarding a supposed link between cannabis and mental illness might.

According to the Associated Press and other news sources, a new study in the British medical journal The Lancet reports that smoking cannabis — even occasionally — can increase one’s risk of becoming psychotic. It sounds alarming at first, but a closer look at the evidence reveals that there’s less here than the headlines imply.

First, there is no new study. The paper published in The Lancet is a meta-analysis — a summary of seven studies that previously appeared in other journals, including some that were published decades ago. Second, the touted association between cannabis and mental illness is small — about the same size as the link between head injury and psychosis. Finally, despite what some new sources suggest, this association is hardly proof of a cause-and-effect relationship between cannabis and psychosis,

So why the sudden fuss?

Part of the answer is political. New British Prime Minister Gordon Brown longs to stiffen penalties against marijuana users. One way to justify this move involves convincing the public that The Lancet proved that puffing the weed will make you batty. Of course, that’s not what the article says at all.

In fact, investigators actually reported that cannabis use was associated with a slight increase in psychotic outcomes. However, the authors emphasized (even if many in the media did not) that this small association does not reflect a causal relationship. Folks with psychoses use all intoxicants more often than other people do, including alcohol and tobacco.

Cannabis use can correlate with mental illness for many reasons. People often turn to cannabis to alleviate the symptoms of distress. A recent study performed in Germany showed that cannabis offsets certain cognitive declines in schizophrenic patients. Another study shows that psychotic symptoms predict later use of cannabis, suggesting that people might turn to the plant for help rather than become ill after use.

Perhaps the most impressive evidence against the cause-and-effect relationship concerns the unvarying rate of psychoses across different eras and different countries. People are no more likely to be psychotic in Canada or the United States (two nations where large percentages of citizens use cannabis) than they are in Sweden or Japan (where self-reported marijuana use is extremely low). Even after the enormous popularity of cannabis in the 1960s and 1970s, rates of psychotic disorders haven’t increased.

Despite this evidence, we’d like to spread the word that cannabis is not for everybody. Teens should avoid the plant. Folks with a predisposition for mental illness should stay away, too. This potential for health risks in a few people, however, does not justify criminal prohibitions for everyone. (We wouldn’t pass blanket prohibitions against alcohol simply to protect pregnant women, for example.) The underground market does an extremely poor job of keeping marijuana out of the hands of teens and others who should stay away from it. A regulated market could better educate users to potential risks and prohibit sales to young people.

Consequently, the review in The Lancet suggests that if cannabis really does alter risk for mental illness, we can’t leave control of sales to folks who are willing to break the law. Instead, a taxed, regulated, age-restricted market is our best chance to keep any negative consequences of marijuana under control.