US-Vietnam-Soldaten: mehr Suizide als Kriegstote

Mehr als 58’000 Vietnam-Veteranen konnten nicht ertragen, was ihnen der Krieg auferlegt hatte, und beendeten ihr Leben durch eigene Hand – eine höhere Zahl als die der US-Kriegstoten. Dies sagte der amerikanische Kongress-Abgeordnete Robert Filner. (Quelle: Basler Zeitung, 25.10.07)

Der Krieg fordert schreckliches Leiden nicht nur bei den Opfern, sondern auch bei den Tätern.

Paramahansa Yogananda zum Thema „Krieg“

„Wenn man Zwistigkeiten nicht mehr mit Hilfe der menschlichen Vernunft beilgen kannn, sondern das Gesetz des Dschungels anwendet, so wird die Erde wieder in einen Dschungel zurückverwandelt. Wenn nicht Brüder im Leben, so Brüder im gewaltsamen Tod. (…) Die Milliarden Dollar, die sinnlos verpufft wurden, hätten genügt, eine neue Erde zu schaffen, die fast frei von Krankheit und völlig frei von Armut gewesen wäre – eine Erde, auf der nicht mehr Furcht und Chaos, Hungersnot, Seuchen und Totentanz, sondern Frieden, Wohlstand und Weisheit regiert hätten.“

Yogananda war in den 20er Jahren der erste indische Guru gewesen, der von seinen Gurus in den Westen geschickt wurde. Er hat in den USA die Self-Realization-Fellowship (SRF) gegründet, die heute leider etwas gar kirchlich daherkommt, bei der aber nach wie vor für wenig Geld ein äusserst interessanter Yoga- und Meditations-Lehrgang bestellt werden kann, der von Yogananda selber verfasst worden ist.

Meine persönliche Anmerkung zum Thema „Krieg“: Letzthin war zu lesen, dass nach wie vor 18’000 Kinder pro Tag verhungern. Schande, Schande, Schande über die mächtigen Herrscher dieser Welt und die 360 Familien, denen die Hälfte des Reichtums dieses Planeten gehört!

Cannabis-Verhaftungen in den USA: neue Rekordzahl

In den USA wurden 2005 gemäss neuesten FBI-Zahlen fast 800’000 Bürger wegen Cannabis verzeigt, eine neue Rekordzahl selbst für amerikanische Verhältnisse. Das sind 42.6 Prozent aller Drogenfälle. Jeder achte Gefängnis-Insasse sitzt wegen Hanf.

Im Kontrast dazu geben 40% der US-Bürger an, mindestens einmal in ihrem Leben Cannabis konsumiert zu haben. Der „Krieg gegen die Drogen“ ist offenbar ein ideales Mittel, um grosse Teile der Bevölkerung in Angst und Schrecken zu halten.

Zur Erinnerung: es gibt keine Cannabis-Toten. Hingegen sterben 4.5 Millionen Menschen jährlich an den Folgen des Zigaretten-Konsums, an Alkohol etwa 1.5 Millionen.

Quelle: alternet.org

Dort war folgender Kommentar zu lesen:
Ending Cannabis prohibition is the most proximate and fundamental challenge facing our world. Nothing mankind is doing compares in effectiveness for rebalancing the Earth’s environment, global economics, and human social evolution. Discarding counter-productive statutes that impose essential resource scarcity would end the black market, realize a truly free market, quickly shifting values from chemicals to organic agriculture.

A critically determinate agricultural resource, Cannabis is mankind’s best bet for avoiding synergistic collapse of complex, integrated systems, based on immutable laws, relevant to Earth’s ecosystem. We call this the Natural Order, but as a species, we consistently disrespect its laws.

If we did, we would not drain the petroleum from under our feet, nor produce radioactive waste, when we could be farming our energy, improving the soil, and securing the world’s most nutritious seed. Cannabis is the only common seed with three essential fatty acids in proper proportion for long-term consumption. It’s also the world’s best available source of organic vegetable protein.

The greatest harms of prohibition have to do with the global food insecurity, malnutrition, and illness that are resulting from seventy years of imposed Cannabis scarcity. Until the true value of Cannabis is recognized, respected, appreciated, and celebrated, our species will not have a snowball’s chance in hell of achieving sustainability on this planet.

Time is the limiting factor in the equation of survival. I invite meaningful alliance from anyone who is serious about healing these imposed imbalances in the shortest amount of time.

for peace,

Paul J. von Hartmann
ecologist, photojournalist, biodynamic agriculturist, Cannabis scholar and minister
Project P.E.A.C.E.
Planet Ecology Advancing Conscious Economics
http://www.webspawner.com/users/projectpeace
http://fundamentalcoot.blogspot.com/

Und ein weiterer Kommentar auf derselben Seite:
We have to go back and look at the history of Prohibition in all its forms to understand the current stituation. The rise of Standard Oil and other industrial concerns at the turn of the 20th century led to many things – including a prohibitive and controlling cultural norm that was best described by George Orwell – the power would rest in the hands of the few, and whether they were the captains of industry on Wall Street or the chairmen of the Central Soviet Committee made little difference to those who lived under their thumb.

Consider for a second that here in the US, the ‚beacon of liberty‘, we have a greater percentage of our population in prison than anywhere else on earth – and that’s largely due to the „War on Drugs“ initiated by Nixon and carried ot by Reagan and Bush. It has helped spawn the surveillance society – the Drug Enforcement Agency and state and local police operate massive undercover programs in which they are free to spy on people, infiltrate people’s lives, and monitor every aspect of a person’s financial life – and all they have to do is state that they suspect that ‚drugs are involved‘ to be allowed to do this. The political abuses are legion.

The explanation given is ‚to keep the people safe from drugs‘ but at the VERY SAME TIME, the pharmaceutical industry provides more drugs to people than you can imagine – the pilots who killed the British convoy in Iraq were on amphetamines, according to one news report: Old technology, poor training and drug use raise concerns February 7, 2007

Children and adults are fed amphetamines as well, under the guise of ADHD treatment (Ritalin, Adderall), and then there are all the pain pills, from morphine to oxycontin. Meanwhile, the the war in Afghanistan has led to a new flood of Afghani heroin into California. Who is behind that? Where is our new Gary Webb?

Then you have the legal drugs – alcohol and tobacco – which kill thousands every year from cancer, heart, lung and liver diseases – all perfectly legal.

Personally, I find that smoking pot slows my mental functions down and I generally avoid it (coffee, on the other hand, is a vice I seem unable to set aside – oh well…), but no more than I avoid alcohol – special occasions only. The fact that people are locked up for something so innocuous, while the pharma business goes around unmolested pushing meth on children, is one of the most ridiculous and insane situations that exists in US society.

Of course, what really freaks the power structure out is the use of pyschoactive hallucinogens – certainly not recreational drugs, but effective at de-brainwashing the subject… they recognized this of course, and even wrote a little book on it: „LSD: Some Un-Psychedelic Implications“ – a product of the CIA interrogation program…related to the Frank Olsen story – an Army biowarfare scientist who was slipped LSD in 1953 by Sidney Gottlieb and suddenly realized he had picked a very bad career path…

Wem nützt es?

Die Taliban, wildes Terrortrüppchen im fernen Afghanistan, sollen schwere Drohungen gegen die USA ausgestossen haben. Wem nützt das? Nur dem Wahlkampf der Bushmänner in Washington.

Den Dow Jones Aktien-Index haben sie auch schön vor dem Wahltermin auf den historischen Höchststand gebracht, damit der kleine Aktionär frohgemut seinen Wahlzettel für die Regierung einlegen kann.

Fahrenheit 9/11 revisited und der Rückzug Al Gores

Gestern kam im deutschen Fernsehen Michael Moore’s „Fahrenheit 9/11“. Damals hatte ich den Kinostart verpasst und danach hatte ich keine Lust mehr auf den Film, weil ich mich doch nur ärgern würde. Doch nun habe ich mich nach etwa einem halben Jahr zum ersten mal wieder vor die Glotzkiste gesetzt – ein mühsames Erlebnis mit diesen ständigen Werbeunterbrechungen. Fernsehen ist eine Zumutung.

Der Film ist aber immer noch durchaus sehenswert, wenn Michael auch aus heutiger Perspektive vieles nicht durchschaut hat (ist ja kein Wunder bei der ständigen Vernebelungstaktik durch das US-Regime). Beeindruckend nach wie vor wie die Szene, wo Bush in Florida im Kindergarten sitzt und ihm jemand die Nachricht von 9/11 ins Ohr flüstert. Bush bleibt einfach etwa zehn Minuten lang sitzen, und die Kamera dokumentiert, wie die Zahnräder in seinem Gehirn knirschend vor sich hin werkeln. Anders als Moore sehe ich bei Bush, wie er sich darauf vorbereitet, dass jetzt der Moment gekommen ist, wo der grosse Plan unwiderruflich in Aktion umgesetzt worden ist, der grosse Plan zur Weltherrschaft und Sicherung der republikanischen Dominanz für die nächsten Jahrzehnte, wie er bei newamericancentury.org formuliert ist.

Eindrücklich auch, wie zu Anfang des Irak-Kriegs die mit Amphetaminen aufgeputschten Soldaten sich aufs Morden freuen. Und dazu Rockmusik hören.

Den tiefsten Eindruck hinterlassen hat mir aber die Szene, wo der um seinen Sieg betrogene Al Gore als Senatspräsident die eigene Entmachtung mit stoischer Selbstverleugnung verwaltet. Und wie kein einziger der demokratischen Senatoren bereit ist, die unzähligen Wahlbetrugs-Klagen zu unterstützen. Durch diese fehlende Unterstützung wurden die Klagen gegenstandlos. Was ist damals in die Demokraten gefahren – noch lange vor 9/11? Wer hat Gore zu seinem feigen Rückzug überredet und mit welchen Argumenten? Weshalb hat keiner der prominenten Demokraten ernsthaft und nachhaltig gegen den Wahlbetrug protestiert? Auf diese Fragen wüsste ich gerne eine Antwort. Erst der kampflose Rückzug der Demokraten hat 9/11 und damit den neuen Amerikanischen Faschismus ermöglicht.

Anti-Amerikanismus und Pro-Amerikanismus

In jeder Ausgabe der schweizerischen Wochenzeitschrift „Weltwoche“ finden sich mehrere Artikel, die dem auch hierzulande weitverbreiteten Anti-Bush-Sentiment Paroli bieten sollen. Da ist dann von der „wohlwollenden Hegemonie“ des grossen Bruders jenseits des Atlantiks die Rede, und vor meinem geistigen Auge sehe ich die mit Banknoten gefüllten Couverts, die den Journalisten und Redaktoren von Mitarbeitern der US-Botschaft überreicht werden. Fiese Unterstellung? In derselben „Weltwoche“, Ausgabe 10.06, gab’s ein Interview mit der CIA-Agentin Melissa B. Mahle und dort war zu lesen: „Die CIA platzierte auch Zeitungsartikel, um die Presse und die öffentliche Meinung zu manipulieren.“ Diesen Satz kann man getrost in die Gegenwart hinüber nehmen. (Sicher gibt es auch noch Journalisten, die ehrlich an das Gute und Hochherzige in Bush und seiner Crew glauben…)

Was Anti-Amerikaner und Pro-Amerikaner gleichermassen häufig übersehen, ist der Punkt, dass es gar nicht um für oder gegen USA geht. Vielmehr geht es darum, dass das jetzige Bush-Regime die „Grande Nation“ USA gekidnappt hat: Wahlbetrug, Militarisierung der Gesellschaft, inszenierter Terror, Gleichschaltung der Massenmedien, Folter, geheime Gefängnisse und so weiter. Schreckliche Zeiten nicht nur für uns, sondern noch viel mehr für die andere Hälfte der USA, die noch an die Ideale der Gründerväter glaubt. Werden sie sich befreien können vom Unrechts-Regime? Fortsetzung folgt.

inszenierter Terror und die drei Verschwörungstheorien

In der Basler Zeitung war gestern ein höchst interessantes Interview mit dem Historiker Daniele Ganser zu lesen – natürlich wieder mal zum Thema 9/11.

Ganser geht ganz nüchtern und wissenschaftlich ans Thema heran und hält fest, dass auch die offizielle US-Interpretation nichts anderes als eine Verschwörungstheorie ist. Somit gibt es drei Verschwörungstheorien:
• Die offizielle „Surprise“-These, wonach sich islamische Terroristen ganz alleine zum Attentat verschworen hätten, und die US-Regierung nichts gewusst habe.
• Die „Lihop“-Theorie („Let it happen on purpose“), wonach zwar auch die islamischen Terroristen allein gehandelt hätten, wo aber die US-Regierung genau informiert gewesen sei und sich verschworen hätte, nichts dagegen zu unternehmen, um das Attentat für die eigene politische Agenda zu nutzen.
• Die „Mihop“-Theorie („Make it happen on purpose“), wonach die US-Regierung sich aktiv am Attentat beteiligt habe, zum Beispiel mit der Sprengung der Towers.

Ganser hält fest, dass die offizielle „Surprise“-Verschwörungstheorie auf sehr schwachen Beinen steht – „keine Geschichtsschreibung, die standhält“. Er erwähnt speziell den bisher wenig beachteten Einsturz des dritten Gebäudes WTC7, in dem nur ein kleines Feuer brannte. In diesem Gebäude waren laut „Loose Change“ Geheimdienst-Dokumente gelagert.

Besonders interessant finde ich bei Ganser, dass er den Begriff „inszenierter Terror“ ins Spiel bringt, der m.E. genau ausdrückt, um was es in der Politik der letzten Jahre geht. „Das bewusste Spiel mit der Angst“, wie Ganser es nennt.

Ganser hat ein Buch geschrieben: „Nato’s Secret Armies“.
Daniele Gansers Website, sehr interessant!