Anti-Amerikanismus und Pro-Amerikanismus

In jeder Ausgabe der schweizerischen Wochenzeitschrift „Weltwoche“ finden sich mehrere Artikel, die dem auch hierzulande weitverbreiteten Anti-Bush-Sentiment Paroli bieten sollen. Da ist dann von der „wohlwollenden Hegemonie“ des grossen Bruders jenseits des Atlantiks die Rede, und vor meinem geistigen Auge sehe ich die mit Banknoten gefüllten Couverts, die den Journalisten und Redaktoren von Mitarbeitern der US-Botschaft überreicht werden. Fiese Unterstellung? In derselben „Weltwoche“, Ausgabe 10.06, gab’s ein Interview mit der CIA-Agentin Melissa B. Mahle und dort war zu lesen: „Die CIA platzierte auch Zeitungsartikel, um die Presse und die öffentliche Meinung zu manipulieren.“ Diesen Satz kann man getrost in die Gegenwart hinüber nehmen. (Sicher gibt es auch noch Journalisten, die ehrlich an das Gute und Hochherzige in Bush und seiner Crew glauben…)

Was Anti-Amerikaner und Pro-Amerikaner gleichermassen häufig übersehen, ist der Punkt, dass es gar nicht um für oder gegen USA geht. Vielmehr geht es darum, dass das jetzige Bush-Regime die „Grande Nation“ USA gekidnappt hat: Wahlbetrug, Militarisierung der Gesellschaft, inszenierter Terror, Gleichschaltung der Massenmedien, Folter, geheime Gefängnisse und so weiter. Schreckliche Zeiten nicht nur für uns, sondern noch viel mehr für die andere Hälfte der USA, die noch an die Ideale der Gründerväter glaubt. Werden sie sich befreien können vom Unrechts-Regime? Fortsetzung folgt.

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