„I Am One (LSD Housewife)“ by PJ Wassermann – Official Music Video

This is the official music video for the track „I Am One (LSD Housewife)“ from my upcoming psyChill (psychedelic Chillout) album „SpaceDroneSalad“.

The live parts of the video were recorded at Tetra Ibiza (thanks to Lucia, Xabi, Ramesh and all the other artists there) with projections by Asteria (www.asteriza.com). The Butoh dancers are Aida Miro and Amanda Orloff. Camera by Albert Martos.

The documentary parts show an LSD experiment, conducted in the US in the 50ies with a housewife who had volunteered for the psychedelic experience.

The music has been composed, performed and produced by PJ Wassermann. We are available for live performances! More info on http://www.pjwassermann.com

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Spiegels schiefe Optik bei Drogen

Wenn’s um Drogen geht, ist der Spiegel einfach nicht zu brauchen: reisserischer Titel und Lead, immer gegen Hippies und/oder Cannabis wie zum Beispiel Opium bringt Opi um, Flower-Power, freie Liebe, „Lucy in the Sky with Diamonds“ oder Jährlich betrinken sich Tausende Jugendliche zwischen 15 und 25 hemmungslos oder kiffen so viel, dass sie im Krankenhaus landen.

Wenn man weiterliest, kommt irgendwann kleinlaut die Wahrheit ans Licht, dass nämlich das grosse Problem bei der harten Droge Alkohol liegt sowie bei der Medikamenten-Sucht. Die illegalen Substanzen werden dann aber in den Spiegel-Texten weiterhin fröhlich durcheinander gemixt – Opium, Heroin, Kokain, LSD, Haschisch, alles dasselbe – und wer vom Thema nicht ohnehin bereits viel versteht, wird gründlich desinformiert.

Wer schmiert wohl den Spiegel beim Thema Drogen? Vor Jahren war mal im selben Spiegel zu lesen, dass es keine grössere Nachrichtenredaktion ohne Geheimdienst-Offizier gibt. Hier aber hat wohl vor allem die Pharma-Industrie ihre schmutzigen Finger im Spiel.

Tatsache ist, dass Senioren mit etwas Cannabis – oder in manchen Fällen, vor allem bei Schmerzen, sogar mit Opium – besser dran sind als mit dem Schrott, den die Pharma-Multis reindrücken und an deren Nebenwirkungen die Leute massenhaft leiden und untergehen. Es ist ja schliesslich kein Zufall, dass unsere Körper mit einem eigenen Endocannabionid-System ausgerüstet sind, sind wir doch nur ein kleiner Teil der planetaren Biosphäre und reagieren meistens am besten auf Substanzen, die aus derselben Biosphäre stammen.

Steve Jobs‘ Grabrede

Ueber das enorme Medien-Echo nach Steve Jobs‘ Tod war ich sehr erstaunt gewesen, hatte er als einer der gewaltigsten technologischen Erneuerer der letzten 50 Jahre zu Lebzeiten doch wenig Beachtung gefunden. Selber war ich immer fasziniert gewesen von diesem Kind der 60er-Jahre, das Zeit seines Lebens von Bob Dylan und den Beatles inspiriert war, und das LSD als eine der wichtigsten Erfahrungen in seinem Leben bezeichnet hatte.

Dieser Mann hatte die Computer designt, denen ich einen Grossteil meiner beruflichen Laufbahn zu verdanken hatte, als Komponist und Produzent von elektronischer Musik sowie auch als Entwickler von Filemaker-Datenbanken. Ich las mehrere Bücher über ihn, um seine radikal ästhetische Philosophie besser zu verstehen und um von ihm zu lernen für mein eigenes Leben. Ich freue mich darauf, seine autorisierte Biographie von Walter Isaacson zu lesen.

Steve Jobs hatte sein Privatleben systematisch von den Medien abgeschirmt. Die Grabrede seiner Schwester Mona Simpson gibt überraschende Einblicke in das Denken und Fühlen dieses spirituellen und überaus kreativen Genies. Sehr zu empfehlen!

Auf der Apple-Website können hier Kondolenz-Mitteilungen abgelegt werden.

Steve Jobs
Steve Jobs

Topographie des Unbewussten

Letzthin habe ich mich wieder mit Stanislav Grofs Topographie des Unbewussten befasst, einem nicht ganz einfach zu lesenden, aber enorm spannenden Buch zum Thema „LSD im Dienst der tiefenpsychologischen Forschung“. Der Mediziner Grof beschreibt darin einige der Hunderte von LSD-Sitzungen mit meist schwerstgestörten Patienten, an denen er in den sechziger Jahren in der Prager psychiatrischen Universitätsklinik teilgenommen hat, und und teilt uns seine Schlussfolgerungen mit.

Stanislav Grof
Stanislav Grof

Wenn man ein so profundes Werk nach vielen Jahren in die Hände nimmt, dann erinnert man sich an einiges, manches wirkt völlig neu und anderes tritt plötzlich klar zutage, das man früher gar nicht richtig wahrgenommen hat. Folgendes habe ich als wichtig empfunden:

• Gemäss Grof gibt es keine allgemeine Wirkung von LSD, die zuverlässig jedesmal auftritt. Vielmehr sind die Resultate völlig spezifisch von der jeweiligen Person und den Umständen abhängig.

• Andererseits tritt bei jeder Person mit seelischen Problemen über mehrere Trips hinweg immer wieder dieselbe Thematik auf, bis sie bis zum Kern durcherlebt worden ist. Danach tritt sie nicht mehr auf.

• Grof entwickelt das Konzept der COEX-Systeme, der Systeme verdichteter Erfahrungen (condensed experiences = COEX). Diese entstehen durch unverarbeitete traumatische Erlebnisse, die im späteren Leben weitere Erlebnisse ähnlichen Charakters nach sich ziehen. Unter LSD gelangen zuerst die jüngsten Erlebnisse aus dem Unbewussten an die Oberfläche, danach in weiteren Sitzungen die früheren und schliesslich das Kern-Erlebnis. Wenn dieses neu durchlebt und damit verarbeitet worden ist, tritt es nicht mehr auf.

• Als geeignetes Vorgehen für psychotherapeutische Sitzungen empfiehlt Grof folgendes: Bequem liegend oder oder sitzend an Kissen angelehnt, mit Schlafmaske und Kopfhörer mit Musik. Nicht verkrampft in der eigenen Seele nach Problemen forschen, sondern aufsteigen lassen, was einem spontan in den Sinn kommt, ohne zu werten. Als Beobachter einfach wahrnehmen, ohne sich damit zu identifzieren.

Grofs Buch geht noch viel weiter. Vielleicht ein andermal…

Basis-Information zu LSD, Pilzen, MDMA

In Berlin hat der Mediziner Garri R. im Rahmen einer Gruppentherapie mit illegalen Substanzen zwei seiner Patienten fahrlässig umgebracht, indem er ihnen tödlichen Drogenmix offerierte, dessen genaue Zusammensetzung noch nicht bekannt ist.
Die Sensationspresse, in Deutschland vor allem bild.de und in der Schweiz blick.ch hat sich natürlich auf den Fall gestürzt, und offeriert ihren Lesern einen immerhin nicht tödlichen, aber doch eher unbekömmlichen Informationsmix. Einmal mehr werden LSD, Pilze und MDMA zu tödlichen Drogen aufgebauscht. Darum hier ein paar Basis-Informationen.

LSD
LSD ist ungiftig und führt deshalb nicht zum Tod. Die genaue Wirkungsweise dieser von Albert Hofmann 1943 entdeckten psychoaktiven Substanz ist immer noch unbekannt. Jedenfalls ist LSD beim Einsetzen der Wirkung bereits nicht mehr im Körper nachweisbar. Von allen psychoaktiven Stoffen benötigt LSD die geringste Menge, um wirksam zu werden: ein heute durchschnittlicher Trip beinhaltet etwa 100 Mikrogramm, das sind 100 Millionstel Gramm.

In den 60er Jahren wurden einem jungen Elefanten 290 Milligramm LSD verabreicht, etwa die die 3000fache Dosis eines 100 Mikrogramm-Trips, was das arme Tier ins Jenseits beförderte. Bei ganz extremer Ueberdosierung kann also auch LSD tödlich sein, wie fast jede Substanz, zum Beispiel auch Wasser, wo acht Liter ausreichen können.

In den 50er Jahren wurde LSD von Hofmanns Arbeitgeber Sandoz (heute Novartis) im Bereich von 25 bis 50 Mikrogramm als Antidepresssivum vermarktet.

Dass LSD körperlich ungiftig ist, heisst nicht, dass es ungefährlich ist. Dieser Substanz, die die Schleusen zum Unbewussten und zum Transzendentalen öffnet, muss mit grossem Respekt begegnet werden. Dennoch passieren erstaunlich wenig Unfälle damit, wird doch im Untergrund nach wie vor einiges an LSD konsumiert, und dies zumeist von Leuten, die sich wenig bis überhaupt nicht vorbereitet haben.

Pilze
Psychoaktive Pilze, auch Magic Mushrooms genannt, werden seit Jahrtausenden von indigenen Völkern konsumiert, fast immer in sakralem Rahmen. Manche Forscher behaupten, dass der Konsum dieser Pilze erst zur Bewusstwerdung unserer menschlichen Vorfahren geführt hat. Derselbe Albert Hofmann hat als erster Psilocybin als aktive Substanz synthetisiert.

Diese psychoaktiven Pilze sind körperlich ebenfalls ungiftig. Es gelten aber im psychischen Bereich dieselben Vorsichtsmassnahmen wie bei LSD. Unabhängige Forschungen haben gezeigt, dass Pilztrips sehr positive Veränderungen bewirken können.

MDMA
MDMA ist die Substanz, die ursprünglich als „Ecstasy“ bekannt geworden ist. Heute sind die sogenanten Ecstasy-Pillen meistens ein ziemlich übler Mix von Designer-Drogen, die von skrupellosen Geschäftemachern ans naive Partyvolk verhökert werden.

Lange wurde behauptet, dass MDMA schwere Hirnschädigungen verursachen würde, bis herauskam, dass ein Forscher bei seinen Tests an Affen die Substanzen verwechselt hatte, siehe dazu meinen Blogbericht.

Amerikanische Psychiater hatten sich in den 80er Jahren vehement aber vergeblich gegen das Verbot von MDMA gewehrt, da es eine der wirksamsten Substanzen bei der behandlung von psychischen Traumata ist. In den letzten Jahren wurden vor allem auf Initiative von MAPS mehrere neue Studien gestartet, die positive Resultate gezeitigt haben.

Bei MDMA besteht die Gefahr von Ueberdosierung. Todesfälle sind in England bei Ravern beobachtet worden, die allerdings an Dehydrierung gestorben sind – sie hatten, ohne zu trinken, stundenlang durchgetanzt.

Hier die Erowid Basis-Information zu MDMA.

Mexico entkriminalisiert

Mexico entkriminalisiert den Besitz von kleinen Mengen von Drogen für den persönlichen Gebrauch, berichtet Huffington Post.

Dies betrifft alle möglichen Drogen wie Cannabis, LSD, Amphetamin sowie auch Cocain und Heroin. Im Gesetz waren bisher drakonische Strafen auch für den Besitz von kleinen Mengen vorgesehen, auch wenn sie in der Praxis kaum durchgesetzt wurden. Jedoch liess diese Diskrepanz grossen Spielraum für Korruption.

Mexico führt seit einigen Jahren einen blutigen Krieg gegen die Drogenkartelle, der bisher Tausende von Toten gefordert hat und von beiden Seiten mit grösster Brutalität geführt wird. Kritiker weisen darauf hin, dass es bei diesem War-on-Drugs vor allem darum geht, die Macht und die Millarden einiger weniger Kartelle zu sichern und Konkurrenten auszuschalten.