Schweizer Allianz gegen Internet-Piraterie

Januar 26, 2012

Der Bundesrat hatte keinen Handlungsbedarf gesehen, gegen die weitverbreitete kriminelle Enteignung der Kulturschaffenden vorzugehen. Die Allianz gegen Internet-Piraterie fordert nun das Schweizer Parlament angesichts des Handlungsbedarfs auf, den Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulats Savary zurückzuweisen und den Bundesrat zu beauftragen, konkrete Massnahmen vorzuschlagen.

Hier die Medienmitteilung der Allianz.

Höchste Zeit, dass etwas unternommen wird! Primär sollte die Schweizer Firma rapidshare.com verklagt werden. Google mal den Namen deines Lieblingskünstlers und schreibe rapidshare dazu – die Chance ist sehr gross, dass eine ganze Anzahl von Download-Links erscheint. Die Firma rapidshare beteurt ihre Unschuld, siehe Interview bei Baz-Online, dabei verdient sie primär am Diebstahl geistigen Eigentums.


Magic Mushrooms wirksam gegen Cluster-Headache

Januar 8, 2012

Wie der National Geographic Video Channel berichtet, ist eine zweimonatliche Dosis von Magic Mushrooms (psychedelischen Pilzen, die Psilocybin enthalten) wirksam gegen das berüchtigte Cluster-Headache, Kopfschmerzen von extremer Intensität, auch bekannt als Suizid-Kopfweh.

Hier geht’s zum Video Magic Mushrooms von National Geographic.


Spiegels schiefe Optik bei Drogen

Dezember 30, 2011

Wenn’s um Drogen geht, ist der Spiegel einfach nicht zu brauchen: reisserischer Titel und Lead, immer gegen Hippies und/oder Cannabis wie zum Beispiel Opium bringt Opi um, Flower-Power, freie Liebe, „Lucy in the Sky with Diamonds“ oder Jährlich betrinken sich Tausende Jugendliche zwischen 15 und 25 hemmungslos oder kiffen so viel, dass sie im Krankenhaus landen.

Wenn man weiterliest, kommt irgendwann kleinlaut die Wahrheit ans Licht, dass nämlich das grosse Problem bei der harten Droge Alkohol liegt sowie bei der Medikamenten-Sucht. Die illegalen Substanzen werden dann aber in den Spiegel-Texten weiterhin fröhlich durcheinander gemixt – Opium, Heroin, Kokain, LSD, Haschisch, alles dasselbe – und wer vom Thema nicht ohnehin bereits viel versteht, wird gründlich desinformiert.

Wer schmiert wohl den Spiegel beim Thema Drogen? Vor Jahren war mal im selben Spiegel zu lesen, dass es keine grössere Nachrichtenredaktion ohne Geheimdienst-Offizier gibt. Hier aber hat wohl vor allem die Pharma-Industrie ihre schmutzigen Finger im Spiel.

Tatsache ist, dass Senioren mit etwas Cannabis – oder in manchen Fällen, vor allem bei Schmerzen, sogar mit Opium – besser dran sind als mit dem Schrott, den die Pharma-Multis reindrücken und an deren Nebenwirkungen die Leute massenhaft leiden und untergehen. Es ist ja schliesslich kein Zufall, dass unsere Körper mit einem eigenen Endocannabionid-System ausgerüstet sind, sind wir doch nur ein kleiner Teil der planetaren Biosphäre und reagieren meistens am besten auf Substanzen, die aus derselben Biosphäre stammen.


NDAA, SOPA: amerikanische Demokratie abgeschafft

Dezember 16, 2011

Sieht so aus, wie wenn die amerikanische Demokratie gerade abgeschafft worden ist:
„Combined, NDAA and SOPA simply destroy American democracy. That isn’t hype. That isn’t exaggeration. Within a few days, your freedom of speech will be gone — post something controversial online, and the government can legally „disappear“ it.
Annoy the government too much, or criticize Congress’ infinite wisdom and mercy, and you may find yourself in military prison for the remainder of your life, without access to a trial or attorney. Even if you’re an American citizen on US soil.“

Willkürliche Internet-Zensur, Verhaftung ohne Haftbefehl, beliebig lange Inhaftierung ohne Gerichtsverfahren und ohne Anwälte. Der Habeas Corpus Act, der als Grundlage für das moderne Recht gilt, ist somit ausser Kraft gesetzt.

Hier gibt’s mehr Info:
www.businessinsider.com
www.unitedliberty.org

Eigentlich bleibt da nur eine Schlussfolgerung möglich:
In den 80er Jahren wurde mit Reagan und Thatcher der Klassenkampf von oben eingeleitet, der eine beispiellose Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben zur Folge hatte. Die Welt gehört heute den 29 Banken, die als systemrelevant gelten („too big to fail“), bzw. deren Inhabern. Jetzt, wo immer mehr Menschen erkennen, dass die 1% Reichen den 99% des Volkes alles wegnehmen, und wo das Risiko des totalen Zusammenbruchs des Kapitalismus immer grösser wird, sichert die extrem reiche US-Oberschicht ihren Besitztum vor der realen Möglichkeit einer Revolution ab, indem sie durch diese neuen Gesetze die Internet-Kommunikation völlig unterbinden und die Protestierenden beliebig inhaftieren kann.

In diesen Zusammenhang passen die hartnäckigen Gerüchte über bereits von der Behörde FEMA erstellte Konzentrationslager.

Nachtrag 20.12.2011: SOPA wurde vom Senat vorerst vertragt.


Steve Jobs’ Grabrede

Oktober 31, 2011

Ueber das enorme Medien-Echo nach Steve Jobs’ Tod war ich sehr erstaunt gewesen, hatte er als einer der gewaltigsten technologischen Erneuerer der letzten 50 Jahre zu Lebzeiten doch wenig Beachtung gefunden. Selber war ich immer fasziniert gewesen von diesem Kind der 60er-Jahre, das Zeit seines Lebens von Bob Dylan und den Beatles inspiriert war, und das LSD als eine der wichtigsten Erfahrungen in seinem Leben bezeichnet hatte.

Dieser Mann hatte die Computer designt, denen ich einen Grossteil meiner beruflichen Laufbahn zu verdanken hatte, als Komponist und Produzent von elektronischer Musik sowie auch als Entwickler von Filemaker-Datenbanken. Ich las mehrere Bücher über ihn, um seine radikal ästhetische Philosophie besser zu verstehen und um von ihm zu lernen für mein eigenes Leben. Ich freue mich darauf, seine autorisierte Biographie von Walter Isaacson zu lesen.

Steve Jobs hatte sein Privatleben systematisch von den Medien abgeschirmt. Die Grabrede seiner Schwester Mona Simpson gibt überraschende Einblicke in das Denken und Fühlen dieses spirituellen und überaus kreativen Genies. Sehr zu empfehlen!

Auf der Apple-Website können hier Kondolenz-Mitteilungen abgelegt werden.

Steve Jobs

Steve Jobs


Stella Wassermann – danke für die Reaktionen

April 28, 2011

Die Reaktionen auf Stella Wassermanns Uebergang in die geistige Welt waren überwältigend: Briefe, Mails, Telefonate und Blumen. Viele haben an ihre persönlichen Begegnungen mit dieser charmanten, humorvollen und faszinierenden Persönlichkeit erinnert, mit der ich so viele Jahre verbringen durfte, viele haben mir ihre tröstlichen Gedanken mitgeteilt, und einige haben mir von ihren bewegenden persönlichen Schicksalen berichtet, die so grosse Ähnlichkeit mit meinem aufweisen. Herzlichen Dank an Alle!

Auch einige Medien und Organisationen haben Nachrufe auf Stella veröffentlicht, die als Schweizer Musikerin und Pionierin der elektronischen Musik viele junge Leute beeindruckt hat, wie wir in Gesprächen immer wieder erfahren haben. In der Öffentlichkeit sind vor allem die frühen Erfolge mit Schaltkreis Wassermann und Matterhorn Project haften geblieben, während Stellas spätere Solo-Alben The Palace of Yin und L’Ame de la Lune bei manchen Menschen tiefe und vielfach heilende Eindrücke hinterlassen haben.

Rockförderverein Basel

Fonoteca Nazionale, Lugano

• Basler Zeitung vom 16.4.2011

BLICK vom 14.4.2011


Stella, wie eine Göttin

April 11, 2011

Traurige Nachricht: Freitagnacht, den 8. April 2011 um 21.25h, hat uns meine geliebte Stella verlassen. Sie ging wie eine Göttin, ganz friedlich und trotz langer Krankheit immer noch wunderschön. Zum Abschied hat sie mir eine Träne geschenkt. Ich werde sie immer lieben.

Zusammen mit ihrer Schwester Ursula und ihrer Freundin Gabi hatte ich den ganzen Abend neben ihrem Bett verbracht und ihre Hand gehalten. Dann ging ich kurz aufs Sofa und zupfte leise auf meiner schwarzen Stratocaster. Danach setzte ich mich wieder zu ihr aufs Bett und sagte ihr noch einige Male, dass ich sie liebe. Der Moment des Abschieds war magisch und heilig, die Träne ein Zeichen der Liebe und der totalen Versöhnung.

Erst nachher wurde mir bewusst, dass das letzte Motiv, das ich ihr vorgespielt hatte, aus meinem Album „Triple E“ stammte und „Voyage sans Retour“ hiess. Ist nicht das ganze Leben eine Reise ohne Wiederkehr?

www.stellaworld.com

Von ihrem Album "L'Ame de la Lune"

Stella Wassermann, von ihrem Album "L'Ame de la Lune"


Der atomare Super-GAU

März 14, 2011

Die Frage ist nicht, ob es eine weitere nukleare Katastrophe geben wird, sondern wann und wo…


Heilt Cannabis Krebs?

März 9, 2011

Es gibt eine wachsende Anzahl von Berichten, dass Cannabis wirksam ist gegen eine ganze Reihe von verschiedenen Krebstypen, einerseits von wissenschaftlicher Seite wie in diesem BBC-Bericht, andererseits von Betroffenen, die die uralte Medizin an sich selber oder an ihren Nächsten ausprobiert haben. Es scheint, dass neben dem THC (Tetra-Hydro-Cannabinol) vor allem die Cannabidiole wirksam sind.

Für die Therapie verwendet wird das Hanfblüten-Oel, ein Extrakt aus Blüten und Blättern der Hanfpflanze. Auf der Szene wird es auch Hasch-Oel genannt. Pionier der Cannabis-Krebs-Bewegung ist der Kanadier Rick Simpson, der seine Erkenntnisse, seine Patienten und seine Geschichte im von Christian Laurette produzierten Film „Run from the Cure“ festgehalten hat.

Rick Simpson

Rick Simpson

Simpson, der selber anpflanzte und Oel herstellte, verteilte es gratis an alle, die es benötigten. Dennoch wurde er von der kanadischen Justiz mit aller Härte angegriffen, die Polizei brach in sein Haus ein als er in Holland weilte, vernichtete 1’190 Pflanzen und stahl Kameras und Videobänder. Der Staatsanwalt verlangte zwei Jahre Haft, doch der Richter beliess es dann bei 2’000$ Busse und einem symbolischen Tag Haft, wofür ihm die fünftägige Verhandlung angerechnet wurde. Einen detaillierten Bericht gibt es bei cannabisculture.com. Rick Simpson lebt heute in der Tschechei. Weitere Informationen auf Rick Simpsons Website www.phoenixtears.ca.

Hier eine kurze Anleitung zur Herstellung vom Hanfblüten-Oel. Vorsicht: die angegebenen Loesungsmittel sind hochexplosiv. Es dürfen sich keine glühenden oder brennenden Elemente in der Nähe befinden, und es ist für gute Belüftung zu sorgen. Eine viel weniger gefährliche Lösungsmittel-Variante ist Trinksprit, 96prozentiger Alkohol, der aber reichlich teuer ist. Trinksprit hat zudem den Vorteil, dass allfällige Rückstände gesundheitlich unbedenklich sind.

Die Pharma-Industrie hat kein Interesse an Hanf, da er nicht patentierbar ist. Sie hat im Gegenteil ein grosses Interesse daran, dass Cannabis als Heilmittel weiterhin verboten bleibt. Dennoch hat am 24.3.2011 das US National Institute of Health folgendes Statement auf seine Website gestellt:
Cannabinoids may cause antitumor effects by various mechanisms, including induction of cell death, inhibition of cell growth, and inhibition of tumor angiogenesis and metastasis. Cannabinoids appear to kill tumor cells but do not affect their nontransformed counterparts and may even protect them from cell death.”
…The potential benefits of medicinal cannabis for people living with cancer include antiemetic effects, appetite stimulation, pain relief, and improved sleep. In the practice of integrative oncology, the health care provider may recommend medicinal cannabis not only for symptom management but also for its possible direct antitumor effect.

Es wird nun also auch von der amerikanischen Regierung anerkannt, dass Cannabinoide Krebszellen angreifen und deren Zelltod auslösen können. Es wird empfohlen, Hanfpräparate nicht nur für Appetit-Stimulation, Schmerzbekämpfung und verbesserten Schlaf einzusetzen sondern auch für direkte Tumorbekämpfung. Lange hat’s gedauert, wie NORML kommentiert, doch langsam wacht selbst die amerikanische Regierung auf….


Steve Jobs: Follow your heart and intuition

Februar 15, 2011

“Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma, which is living with the results of other people’s thinking. Don’t let the noise of others’ opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.”
Steve Jobs, 2005


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