In Portland/Oregon wurde das erste offizielle Cannabis-Café der USA eröffnet, wo Inhaber einer Medical Marijuana Card gemeinsam ihre Medizin einnehmen und dabei soziale Kontakte pflegen können. In der Bartheke sind Vaporizer eingelassen, zur freien Benutzung der Gäste. Es findet kein Verkauf von Cannabis statt.
Politisch ist die Eröffnung des Cafes ein erster Test der neuen Politik Obamas, die der DEA Angriffe auf Cannabis-Institutionen verbietet, die nach Gesetz des jeweiligen Bundesstaates legal sind.
AMA, der grösste amerikanische Aerzte-Verband fordert die Regierung auf, die Klassifizierung von Cannabis unter „Schedule 1″ zu überdenken. Mit „Schedule 1″ werden Substanzen ohne jeglichen medizinischen Wert bezeichnet, zum Beispiel Heroin. Die Aerzte verlangen, dass Cannabis aus dieser Kategorie herausgenommen wird, um die medizinische Forschung zu erleichtern.
„Our American Medical Association (AMA) urges that marijuana’s status as a federal Schedule I controlled substance be reviewed with the goal of facilitating the conduct of clinical research and development of cannabinoid-based medicines,“ so das AMA statement (PDF).
Professor David Nutt verlor seinen Job als Chef-Drogenberater der britischen Regierung, weil er als Wissenschatler darauf beharrte, die aus der Forschung gewonnene Wahrheit zu sagen, nämlich dass Cannabis weniger gefährlich ist als Alkohol, und dass die Substanz MDMA (auch als „Ecstasy“ bekannt) im Gefahrenpotenzial tiefer liegt als das Reiten eines Pferdes.
England hatte Cannabis 2004 in der Klassifikation von B auf C heruntergestuft. Nun hat die aktuelle Regierung Cannabis letztes Jahr Cannabis wieder herauf gestuft – völlig entgegen der wissenschaftlichen Ratschläge des „Advisory Council on the Misuse of Drugs“.
Ein zweites Mitglied des Berater-Teams, Dr. Les King, ist aus dem Rat zurückgetreten, weil die Regierung konsequent alle wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Drogen ignoriert. Weitere Rücktritte sind angekündigt worden.
Der Mischkonsum von Alkohol und Kokain ist in den letzten Jahren immer verbreiteter geworden. Gemäss dem britischen Guardian ist er verantwortlich für den Anstieg von Herzinfarkten bei 30 bis 40-Jährigen, da bei gleichzeitiger Einnahme der beiden Drogen im Körper eine dritte Substanz namens Cocaethylene entsteht, die stark leberschädigend wirkt.
Zudem bewirkt dieser Mischkonsum eine Zunahme von sexuell riskantem und gewalttätigem Verhalten: „The ability of cocaine users to consume vast amounts of alcohol is being blamed for an increase in sexually risky behaviour among the young and rising levels of violence. Small studies in Manchester and Merseyside suggest that around half of all young people arrested for violent behaviour were on drugs, and of these the majority were on cocaine. Many had been drinking prior to their arrest.“
Kokain ermöglicht den Konsum einer viel grösseren Menge von Alkohol. Saufgelage, die sich über 12 Stunden hinziehen, sind keine Seltenheit mehr.
Der Polizei-Chef von Manchester, Peter Fahy: „I am concerned that we seem to be producing a lot of angry young men at the moment,“ sagte er letztes Jahr. „We need to understand why that is, and why some of these young men are quite prepared to use extremes of violence over nothing. I think alcohol plays a part, but we are also concerned about the mixture of alcohol and cocaine.“
Die zunehmende Popularität von Kokain ist zweifellos auch eine Folge der Cannabis-Repression und der durch die polizeilichen Massnahmen erfolgten Verknappung von Cannabis.
Letzthin wollte ich erstmals mit LogicPro auf meinem MacBookPro eine detaillierte Bandprobe von Schaltkreis Wassermann aufnehmen. Als Interface habe ich ein MOTU Ultralite3 mit acht analogen Eingängen. Ich spielte wie gewohnt die Backing Tracks vom Laptop ab und wollte gleichzeitig acht Spuren aufnehmen (3 stereo plus 2 mono).
Natürlich gab’s zuerst einmal eine ganze Anzahl von Problemen: vor allem stoppte Logic immer wieder die Aufnahme mit der Botschaftt „Harddisk zu langsam oder System überlastet“. Durch Pröbeln und dank der super Hilfe der Kollegen von logicuser.de ging’s dann aber perfekt. Gerne möchte ich hier meine Erfahrungen mitteilen.
1. Die interne Festplatte sollte dem System und den Programmen vorbehalten sein, dann läuft es am besten. Vor allem, wie bei mir, wenn die interne Platte von 485GB nur noch 35GB frei hat.
2. Für die externe Platte, von der abgespielt und auf die aufgenommen wird, sollte möglichst ein Firewire- Anschluss verwendet werden, nicht USB!
3. In den Logic-Audio-Einstellungen sollte eine nicht zu kleine Puffergrösse gewählt werden. 128 Samples führten bei mir zu Problemen, mit 512 Samples geht’s gut. Dann ist zwar die Latenz (Verzögerung) etwas höher, aber immer noch im akzeptablen Bereich.
Zudem hatte ich zuerst nicht bedacht, dass beim MOTU mit der mitgelieferten Software CueMix FX allerhand eingestellt werden kann (Software-Mischpult, Equalizer, Effekte). Die letzten Einstellungen werden im Gerät gespeichert. Wenn man also mal was spezielles eingestellt hat, muss man daran denken, vor dem nächsten Projekt die Einstellungen wieder zurückzusetzen!
Dann gab es noch zu allem hinzu in einem Kabel eine schlechte Lötstelle. Es braucht manchmal einiges, bis alles funktioniert. Meistens läuft es dann aber lange prima – knock on wood…
Die Wählerschaft des amerikanischen Ski-Orts Breckenridge (Colorado) hat mit 72 Prozent der Legalisierung von Cannabis zugestimmt. Eine Unze (28g) pro Person gilt nun als legal.
Die Entscheidung hat weitgehend symbolischen Charakter, da Staats- und Bundesgesetze weiterhin gelten. Jedoch wirkt sie sich auf die Prioritäten der lokalen Polizei aus.
„This votes demonstrates that Breckenridge citizens overwhelmingly believe that adults should not be punished for making the safer choice to use marijuana instead of alcohol,“ said Sean McAllister, chair of Sensible Breckenridge and a member of the NORML Legal Committee.
Hier noch ein Video-Statement von Jessica Corry, Mitglied der Republikanischen Partei! Sogar dort bewegt sich was…
In Kalifornien befürworten 56% der Bürger die Legalisierung und Besteuerung von Cannabis, eine entsprechende Motion ist im Parlament hängig. Hier ein Video zu Oaksterdam, dem legalen Cannabis-Imperium des Unternehmers Richard Lee (zu Anfang des Videos kommt leider etwas Werbung)…
Besonders witzig die Szene, wo der junge Arnie Schwarzenegger genüsslich einen Spliff reinzieht. Und Obama antwortet auf die Frage, ob er inhaliert habe, mit „ja, häufig“…
Na, das macht doch Freude: nun gibt die US-Regierung unter Präsident Obama die offizielle Weisung an die Drug Enforcement Agency DEA, dass medizinische Cannabis-Konsumenten in den 14 Bundesstaaten nicht mehr verfolgt werden dürfen, wo Medical Cannabis legalisiert worden ist. Das nimmt auch den Druck von den Pflanzern und Verteilstellen, die in den letzten Jahren immer wieder Opfer von Razzien und mutwilliger Zerstörung durch DEA-Agenten geworden sind. Weiterhin verfolgt wird der Verkauf an Minderjährige, sowie Geldwäscherei und illegaler Waffenbesitz.
Kritiker merken allerdings an, dass es sich beim Memo der Obama-Regierung immer noch um eine mehr oder weniger unverbindliche Weisung handelt. Im amerikanischen Parlament ist der Gesetzesentwurf House Bill 2835 hängig, der der DEA weitere Eingriffe verunmöglichen würde.
Selten so gewiehert, uns kamen die Tränen: der Finne Santeri Ojala demontiert seit Jahren die Gitarrengötter des Rock-Universums und wurde jetzt auch vom Spiegel gewürdigt, doch nun hat er sich die Rolling Stones vorgeknöpft und liefert ein Meisterwerk an musikalischer Komik.
„Start Me Up“ war auch für Nicht-Stones-Fans ein passabler Song, doch der Video dazu war schon damals nur peinlich: Jagger als abgefuckte Speed-Tunte machte auf Fitness-Trainer. Santeri Ojala hat nun dazu den perfekten neuen Soundtrack gebastelt: unter dem Titel „**** Me Up“ – das Thema sind üble Körpergerüche – wird die ganze Dämlichkeit der aufgeblasenen Rock-Götter gnadenlos vorgeführt…
Ein junger Mann aus unserer Bekanntschaft hat die schreckliche Dummheit begangen, ein Kilo Kokain aus Venezuela in die Schweiz schmuggeln zu wollen. Er wurde, wie nicht anders zu erwarten, auf dem Flughafen von Caracas gefasst.
Nun hat er dafür acht Jahre erhalten, und die muss er in Los Teques absitzen, einem der schlimmsten Knäste der Welt, wo Vergewaltigungen an der Tagesordnung sind und Häftlinge im Wochentakt ermordet werden.
In Deutschland hat letzthin der Mörder eines Mädchens neun Jahre erhalten, zwar unter Jugendstrafrecht, das sei fairerweise hinzugefügt – aber ist ein Kilo Kokain in der Schwere des Verbrechens vergleichbar mit dem Mord an einem Kind?
Ich bin kein Freund von Kokain, habe Menschen schon kaputtgehen sehen an dieser Droge, doch dasselbe kann ich auch sagen von Schnaps. Die weltweite Drogengesetzgebung stinkt zum Himmel, ist eine schreiende Ungerechtigkeit und ein unglaubliches Unrecht, das von einer total verirrten Rechtssprechung täglich an Abertausenden von Menschen verübt wird – seien das die Opfer von Schiesserein zwischen mexikanischen Drogengangs, harmlose Cannabis-Konsumenten, die jahrelang wegen einer Bagatelle in Gefängnissen schmoren, oder eben unser junger Bekannter, der nun eine der irdischen Höllen erleiden muss.