Hanfplantage ausgehoben – Polizei arbeitet für organisierte Kriminalität

Immer wieder berichten die Polizei und Schweizer Medien stolz davon, eine Hanfplantage ausgehoben zu haben, so zum Beispiel heute in 20Minuten-Online. Da geht es um 130 Pflanzen mit einem Marktwert von 20’000 Franken, also um einen Pflanzer, der für sich und seinen Kollegenkreis anbaut.

Hat denn die Polizei wirklich nichts wichtigeres zu tun? Erwischt werden ohnehin nur die kleinen Fische. Das heisst die Polizei betreibt aktiv eine Marktbereinigung zugunsten der organisierten Kriminalität, denn die Nachfrage ist natürlich weiterhin vorhanden.

Diese Polizei-Aktionen treiben die Preise für Cannabis hoch, machen es schwerer erhältlich und verschieben somit den Drogenkonsum vorwiegend der jungen Leute in Richtung Alkohol und Kokain. Und dann fragt man sich allerseits ratlos, weshalb denn die Gewalt und die Brutalität auf den Strassen ständig zunimmt…

In den USA hat es in den letzten Jahren viele erfolgreiche Initiativen auf Bundesstaats-, Stadt- und Gemeinde-Ebene gegeben, den Kampf gegen Cannabis zur niedersten Priorität der Polizei zu machen. Weshalb gibt es in Europa keine Politiker, die diese Anregung aufnehmen?

Im Herbst 2008 haben 38 Prozent der abstimmenden Schweizer für die Legalisierung von Cannabis votiert. Dies, obwohl keinerlei Kampagne für die Initiative stattgefunden hatte. Politiker versprachen dann, diese respektable Ergebnis zu berücksichtigen. In der Realität findet das genaue Gegenteil statt, die grosse schweigende Minderheit der Cannabis-Konsumenten wird täglich weiterhin oder sogar noch vermehrt schikaniert.

Ein Gedanke zu “Hanfplantage ausgehoben – Polizei arbeitet für organisierte Kriminalität

  1. Ist in Deutschland auch nicht anders.Da werden Leute,die man eh schon auf`m Kiecker hat,mit 3 Pflanzen abgegriffen,während Dealer,die schon seit Jahren ihrem Geschäft nachgehen,verschont werden.Man hat den Eindruck,die Polizei unterstützt den Drogenhandel.Für eine Freigabe zu kämpfen,vergeht einem mit den Jahren,zumal man sich damit nur ins Licht der Öffentlichkeit rückt und somit die Behördenwillkür auf sich zieht.Wenn der Anbau legal wäre,dürfte man ja selbstbestimmen,was man konsumiert(eben reine Natur) und genau das scheint nicht erwünscht zu sein.Mir ist der Konsum schon seit Jahren vergangen,da das meiste käufliche Material gepantscht ist.Liebe Grüße in die Schweiz.

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