Säuberungen bei Beatport

Beatport ist ein digitaler Musikvertrieb, der sich primär an DJs und die Clubszene wendet und sich von anderen Download-Portalen dadurch unterscheidet, dass die Tracks in voller CD-Qualität und zu einem entsprechend höheren Preis angeboten werden. In den letzten zwei Jahren hat sich Beatport als erster Starter in diesem Bereich eine quasi monopolistische Stellung erarbeitet.

Entsprechend zur Markstellung haben nun offenbar Arroganz und auch ein faschistoides Vokabular bei den Machern von Beatport Einzug gehalten: unter dem Titel „Cleanout“ (Reinemachen, Säuberung) verschickt der deutsch-amerikanische Vertrieb Mails in rüdem Ton an bei Beatport gelistete Labels, die zu wenig verkaufen: „We make a cleanout from labels with no revenue, we checked the sales also from you guys and found labels that we want to inactivate if you can’t give me a reason to let it in.“

Ein mir bekanntes betroffenes Label hatte nun nicht gar nichts verkauft, sondern 96 Tracks mit einem Brutto-Umsatz von USD 207.68. Davon wurden dem Label USD 116.97 gutgeschrieben, theoretisch versteht sich, denn eine Auszahlung hat nie stattgefunden. Abgesehen von der fehlenden Auszahlung würde Beatport also fast 45% der Brutto-Einnahmen einbehalten, deutlich mehr als Apple, das in seinen iTunes Musicstores immerhin 65% an Label und Künstler ausschüttet. Und pünktlich zahlt.

Höchste Zeit, dass Beatport ernsthafte Konkurrenz erhält.

Anmerkung Dezember 08: Die Auszahlung an das Label über USD 116.97 hat im November stattgefunden.

5 Gedanken zu “Säuberungen bei Beatport

  1. Ein anständiges MP3-Downloadportal ist auch DJTunes.com.

    Der Shop bietet immer die aktuellsten Tracks aus der Clubscene in Top Qualität.
    Das gute an dem Shop ist, das sie in Deutschland sitzen.

    Gruß
    Thomas

  2. Also:

    1. Wenn ein Label im Jahr nur 96 Tracks verkauft (so kommts rüber) kann ich es nachvollziehen das man es kickt! Die Leute kaufen nämlich wenn der Sound gut ist und wenn keiner kauft ist die Qualität und die Idee schlecht, sowas kann man durchaus nachvollziehen. Wozu gibts Netlabels oder archive.org?! Inzwischen glaubt ja jeder Vollpfosten daran, dass er auf Beatport sein ach so tolles Label hosten kann aber mal garkein Plan davon hat & da war Beatport die letzten Jahre sehr kulant, es wurde mal Zeit das die Schwarzen Schafe enttrant werden und ins Nirvana geschickt wurden.

    2. Kenn selbst kleine Labels die in einem Zeitraum von 5 Wochen diesen Umsatz gefahren haben obwohl die Qualität nicht so ist wie bei Papa Hawtin.
    Wenn man ordentlich arbeitet wird man auch ned gekickt!

    3. 90% aller anderen Shops haben eine schlechte Ausschüttung & eine noch schlechtere Contentpflege, so kann es oft passieren, dass nicht alle Releases geladen werden oder später oder noch schlimmer früher!!! So das dein Release bevor es bei BP on geht schon als torrent zu finden ist.
    Es gibt auch Shops die geben unter 0.5cent pro Download auf soetwas kann man gerne verzichten…

    Beatport ist und bleibt der vernünftigste Laden für Labels und Künstler! Die Ausschüttung ist gut und das Einstellen der Tracks sehr leicht. Lediglich an der Benutzeroberfläche sollte viel gearbeitet werden, die Vorhörsektion die Qualität etc…aber sonst kauft bei Beatport wenn Ihr dem Künstler was gutes tun wollt!!!

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