Goa-Parties auf Ibiza unterdrückt.

Kürzlich waren wir auf Ibiza an einer unkommerziellen Goa-Party. Die PsyTrance-Freaks hatten an einer wunderschönen Location an der Küste ein cooles Setup gebaut mit Deko und einem kleinen Chill-Zelt. Friedliche Stimmung mit Goa-Beats und sehr netten Leuten, bis um halb vier Uhr morgens die Guardia Civil kam und die Fiesta abrupt beendete, nicht ohne einige junge Leute mit Durchsuchungen von Auto und Tascheninhalt zu belästigen. Wobei die Beamten, wenigstens zu uns, durchaus korrekt und überhaupt nicht bösartig auftraten.

Ist doch verrückt – ausgerechnet auf Ibiza, der Party-Insel schlechthin, werden spontane und unkommerzielle Goa-Parties seit Jahren systematisch unterdrückt. Einige Organisatoren haben sogar Inselverbot erhalten. Man munkelt, dass die kommerziellen Club-Betreiber Angst haben vor der Nonprofit-Konkurrenz. Schade für Ibiza, wo die Hippies und Freaks nur noch als Staffage geduldet sind, und wo nun alles für die Reichen und Superreichen hergerichtet wird mit neuen Luxus-Hotels, Golfplätzen und Yacht-Häfen. So soll es weitergehen gemäss der regierenden Partido Popular, die vor vier Jahren die Wahlen gewann und sofort mit dem Bau von grössenwahnsinnigen Autobahnen begann, an denen vor allem der Insel-„Pate“ Abel Matutes dick verdient hat. Im Mai sind wieder Wahlen – es wird spannend!

4 Gedanken zu “Goa-Parties auf Ibiza unterdrückt.

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