Alkohol gefährlicher als Ecstasy und LSD

So titelt der Spiegel in der wissenschaftlichen Abteilung seines Online-Magazins. Britische Forscher haben versucht, eine realistische Evaluation der gesundheitlichen und gesellschaftlichen Schädlichkeit der verschiedenen Drogen zu erstellen.

Natürlich kann man über die dabei verwendeten Kriterien streiten, doch immerhin ist das Resultat mal ein Schritt in die richtige Richtung: Alkohol und Tabak sind deutlich gefährlicher als Cannabis. Wer sich die offiziellen Todes-Statistiken anschaut, weiss das schon längst, aber vielleicht wachen gelegentlich auch mal die Politiker auf und beenden ihren stupiden und undemokratischen War-on-Drugs? Hallo Frau Zypries?

Und das ist die Rangliste der Gefährlichkeit gemäss dieser Studie:
1. Heroin
2. Kokain
3. Barbiturate (in Schlafmitteln enthalten)
4. Methadon (illegaler Handel)
5. Alkohol
6. Ketamin
7. Benzodiazepine (Valium etc.)
8. Amphetamine (auch Speed genannt)
9. Tabak
10. Buprenorphin (das kenne ich nicht mal…)
11. Cannabis
12. Lösungen (damit ist wohl Leimschnüffeln gemeint – gesundheitlich sicher sehr viel gefährlicher als Hanf)
13. 4-MTA (auch das ist bisher an mir vorbeigegangen)
14. LSD
15. Methylphenidat (was’n’das?)
16. Anabolische Steroide (das werfen die Body-Builder ein)
17. GHB (auch fälschlicherweise als Liquid Ecstasy bekannt)
18. Ecstasy (in reiner Form MDMA, häufig werden irgendwelche Pillen mit bunt gemischtem Inhalt so bezeichnet, was zu vielen Missverständnissen führt)
19. Alkylnitrite (auch das sagt mir nix)
20. Khat (die Volksdroge der Jemeniten)

Update vom 8.10.07
Günter Schütte hat folgenden präzisierenden Kommentar geschrieben:
Buprenorphin ist ein sogenanntes Opiod, also ein synthetischer Abkömmling des Morphins. Es wird als Schmerzmittel eingesetzt als auch als Ersatzmittel für Heroinabhängige, um sie einer (Abstinenz-)Therapie zugänglich zu machen. In Deutschland ist allerdings Methadon gebräuchlicher.

Subutex ist der Handelsname für Buprenorphin, wenn es als Drogenersatz für Abhängige eingesetzt werden soll. Als Schmerzmittel wird es u.a. unter dem Markennamen Temgesic® vertrieben. Subutex hat keine Antabusähnliche Wirkung bei Heroinabhängigen. Subuxone® ist ein Präparat, das zusätzlich zum Buprenorphin Naloxon enthält. Naloxon ist ein Opiatantagonist, das heißt, er schwächt die Wirkung von Opiaten ab. Subuxone wird auch in der Therapie der Heroinabhängigkeit verwendet, die Beimengung von Naloxon soll den Missbrauch verhindern.

Antabus macht den Alkoholgenuss unverträglich, Naloxon hebt die Morphinwirkung auf, Buprenorphin wirkt ähnlich wie Heroin, nur schwächer. Eine dem Antabus ähnliche Wirkung hat Naloxon aber nicht und Buprenorphin schon gleich gar nicht.

4-MTA ist ein übles Aufputschmittel, welches bisweilen in Ecstasy – Pillen auftaucht, es wirkt auf den Serotonin-Stoffwechsel im Gehirn und hat schon zu einigen Todesfällen geführt.

Methylphenidat ist Ritalin, dieses bekommen aber nicht Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, sondern solche mit einem ADHS, dem „Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätssyndrom“. Normalerweise wirkt Ritalin aufputschend, bei diesen Kindern mit dem „Zappelphillipsyndrom“ bewirkt es, dass sie endlich still sitzen und sich konzentrieren können – also genau umgekehrt.

8 Gedanken zu “Alkohol gefährlicher als Ecstasy und LSD

  1. Statistiken in Ehren, die Schlussfolgerungen sind doch etwas gewagt. Ich bin sogar der Ansicht dass Alkohol das grösste Drogenproblem ist das wir haben. Aufgrund des Ausmasses des Alkoholproblems (diese Droge ist legal), eine Berechtigung zum Legalisieren der anderen Drogen herbeizureden ist sorry…. Quatsch!!
    Falls Sie etwas Informationen zu 2 Drogen möchten die sie nicht kennen:
    Puprenorphin ist auch bekannt unter Subatex, das für Heroinabhängige das gleiche sein soll wie Antabus für Alkoholabhängige.
    Methylphenidat ist unter dem Markennamen Ritalin besser bekannt, wird an Kinder teils ab 6-8 Jahren verschrieben, wenn diese in der Schule auffälliges Verhalten zeigen.

  2. Buprenorphin ist ein sogenanntes Opiod, also ein synthetischer Abkömmling des Morphins. Es wird als Schmerzmittel eingesetzt als auch als Ersatzmittel für Heroinabhängige, um sie einer (Abstinenz-)Therapie zugänglich zu machen. In Deutschland ist allerdings Methadon gebräuchlicher.

    Subutex ist der Handelsname für Buprenorphin, wenn es als Drogenersatz für Abhängige eingesetzt werden soll. Als Schmerzmittel wird es u.a. unter dem Markennamen Temgesic® vertrieben. Subutex hat keine Antabusähnliche Wirkung bei Heroinabhängigen. Subuxone® ist ein Präparat, das zusätzlich zum Buprenorphin Naloxon enthält. Naloxon ist ein Opiatantagonist, das heißt, er schwächt die Wirkung von Opiaten ab. Subuxone wird auch in der Therapie der Heroinabhängigkeit verwendet, die Beimengung von Naloxon soll den Missbrauch verhindern.

    Antabus macht den Alkoholgenuss unverträglich, Naloxon hebt die Morphinwirkung auf, Buprenorphin wirkt ähnlich wie Heroin, nur schwächer. Eine dem Antabus ähnliche Wirkung hat Naloxon aber nicht und Buprenorphin schon gleich gar nicht.

    4-MTA ist ein übles Aufputschmittel, welches bisweilen in Ecstasy – Pillen auftaucht, es wirkt auf den Serotonin-Stoffwechsel im Gehirn und hat schon zu einigen Todesfällen geführt.

    Methylphenidat ist Ritalin, dieses bekommen aber nicht Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, sondern solche mit einem ADHS, dem „Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätssyndrom“. Normalerweise wirkt Ritalin aufputschend, bei diesen Kindern mit dem „Zappelphillipsyndrom“ bewirkt es, dass sie endlich still sitzen und sich konzentrieren können – also genau umgekehrt.

    Liebe Grüsse

    Günter Schütte

  3. Heutzutage am häufigsten verbreitet sei weiterhin Cannabis. Danach kommt Chemie und dann Kokain. Kokain ist der Teuerste. Die neue Extasy wirken erst nach einer Stunde. Mann kann überdose bekommen.

  4. 4-MTA steht für Methyphenidate. MTA ist der Wirkstoff des AD(H)S Medikaments Ritalin und Medikinet. Und chemisch verwandt mit Amphetaminen

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