Cannabis: keine Desinformation auf meinem Blog!

Meine Blog-Texte zu Cannabis haben Widerspruch provoziert. Unter dem Pseudonym „Religo“ sind Kommentare abgegeben worden, die ich so nicht stehen lassen kann, weil sie zu irreführend sind. „Religo“ ist offensichtlich ein Scientologe – ich finde es gut, dass er/sie das nicht versteckt. Besser für eine echte Diskussion, du der er/sie mich eingeladen hat, wäre aber ein offenes Gespräch ohne Pseudonyme. Ich jedenfalls verstecke mich nicht.

Auf der Religo-Website sagt der britische Drogenpolizist Chris Brightmore: „Ich habe den Krieg gegen Drogen 30 Jahre lang gekämpft und das Problem ist jetzt 10mal so schlimm wie zu der Zeit, als ich anfing.“ Immerhin die Anerkennung des Totalversagens der Repressionspolitik. Leider zieht er dann die völlig falschen Schlussfolgerungen daraus.

„Religos“ Kommentare sind ziemlich typisch – sie werden ja auch in gewissen Kreisen permanent herumgereicht – deshalb will ich kurz darauf eingehen.
Er/sie schreibt: THC beeinflusst eine Reihe von mentalen Funktionen. Eine davon sind die Emotionen, wie du korrekt erwähnst. Und nochmals, ich bin keineswegs der Meinung dass Alkohol ungefährlich ist, Alkohol besteht aus einer einzigen Substanz: Ethanol. So eine Subastanz lässt sich schlichtweg nicht mit den hochkomplexen Bestandteilen von Cannabis vergleichen. Cannabis enthält über 400 chemischen Bestandteilen, die sich beim Rauchen in rund 2000 weitere verwandeln. Beim Abbau im Körper erzeugt Cannabis wiederum unzählige weitere chemische Substanzen.
Grundsätzlich richtig. Wichtig zu wissen ist, dass Alkohol/Ethanol ein unspezifisches Zellgift ist, das bei jedem Rausch im Körper Zerstörungen anrichtet. Canabis hingegen ist eines der ältesten Heilmittel der Menschheit, das heute zum Beispiel mit gutem Erfolg die Nebenwirkungen von Chemotherapien mildert.

Dann: Wenn es keine „Haschisch-Toten“ gibt, wie du behauptest, dann gibt es auch keine Tabak-Toten. Selbst Kettenraucher sterben nicht an einer Überdosis Nikotin – dafür an den langfristigen Folgen des Konsums. Niemand weiss, wie viele Cannabis-Opfer sich bereits heute weltweit in den Statistiken über Lungenkrebstote, Herztote, Verkehrstote und in den Selbstmordstatistiken verbergen.
Es ist wissenschaftlicher Konsens, dass in der Schweiz pro Jahr ca 8’000 Menschen an den Folgen des Nikotin-Konsums sterben, weltweit 4.5 Millionen. Es gibt aber keinerlei wissenschaftliche Evidenz für tödliche Folgen des Cannabis-Konsums, sonst würden uns diese von Repressions-Fanatikern permanent um die Ohren geschlagen…

Und nun der dickste Hund: „Marihuana beinhaltet die schlimmsten Wirkungen von Alkohol und Tabak. Es hat die Rauschwirkung von Alkohol und die lungenschädigenden und Krebs verursachenden Wirkungen des Tabaks sowie viele andere gefährliche Auswirkungen, die wir bei keinem von beiden kennen. (Dr. Robert Dupont)
Robert Dupont war der Drogenberater des amerikanischen Päsidenten Richard Nixon, dessen höchstes Ziel darin bestand, alles zu bekämpfen, was man heute so unter dem Begriff 60er Jahre zusammenfasst: Hippies, Selbstverwirklichung, Oekologie, Frauenbefreiung. Das Verteufeln von Cannabis war eine seiner Lieblings-Taktiken, und durch die Cannabis-Strafverfolgung hat er viele Aktivisten der Jugendbewegung wegen lächerlicher Vergehen (zum Beispiel Besitz von zwei Gras-Joints) für viele Jahre ins Gefängnis schicken lassen. Nixon war ein hochgradiger Krimineller, der mit Schimpf und Schande aus seinem Amt gejagt wurde, und Dupont war Teil seines Teams.
Das Zitat von Dupont ist reine Hetz-Propaganda und entbehrt jeglicher Grundlage. Allein schon die offziellen Sterblichkeits-Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: in der Schweiz 3’000 Alkohol-Tote pro Jahr, 8’000 Nikotin-Tote pro Jahr und null Cannabis-Tote.

Leider habe ich zu wenig Zeit, um solche Kommentare jeweils zu widerlegen. Auf meinem Blog will ich Repressions-Fanatikern kein Forum bieten, deshalb werde ich Kommentare löschen, die Desinformation und offensichtliche Unwahrheiten beinhalten. Jedenfalls solange, bis in diesem Blog echte Diskussionen entstehen und blühender Unsinn von anderen Kommentatoren widerlegt wird…

Ein Gedanke zu “Cannabis: keine Desinformation auf meinem Blog!

  1. An der Stelle möchte ich mal sagen das Rauchen, glaube ich, generell nicht gut sein kann. Weder von Cannabis, Tabak, Heu oder Pressspanplatten. Allerdings kann man Cannabis auch Essen, Tabak vermutlich auch, deswegen muss man sich doch auch fragen, wie die vermeintlichen „Gifte“ in den Körper gelangen. Dabei fällt auf, dass in den seltensten Fällen „Gras“ oder „Hasch“ pur geraucht wird. Also müsste man Probanden finden die über Jahre Cannabis lediglich pur konsumieren, um eine Aussage machen zu können. Und egal wie viele Kiffer ihr kennt, ihr werdet nicht genug finden, die euch dann noch den Gefallen tun und an Krebs sterben.

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