Drogentests an Schweizer Schulen

Max Müller, Präsident des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland, hat vorgeschlagen, an den Schulen Drogentests durchzuführen, um dann Cannabis-Konsumenten bei den Strafbehörden zu denunzieren. Dieser Vorschlag ist mehrfacher Hinsicht ungeheuerlich. Erstens sollte Müller als Pädagoge wissen, dass unmässiger Drogenkonsum, sei es nun Alkohol oder Cannabis, fast immer eine Protesthaltung und ein Aufschrei ist gegen ein als unmenschlich empfundenes Schul- und Gesellschaftssystem oder gegen eine unerträgliche private Situation. Da sollten Lehrer helfen und nicht als Hilfspolizisten fungieren. Zweitens ist Alkohol ganz eindeutig das viel grössere Problem als Cannabis – dass Müller nur gegen Cannabis agitiert, ist einmal mehr eine Neuauflage des Kulturkampfs gegen alles, was der Begriff „Sechzigerjahre“ präsentiert. Drittens und schlimmstens: Müller plädiert für einen totalitären Staat, der Nonkonformisten bereits im Kindesalter der Strafverfolgung zuführt. Müller soll zurücktreten, er schadet mit seinen extremistischen und unmenschlichen Ansichten dem Ansehen und der Arbeit der Baselbieter Lehrerschaft.

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