Klimakatastrophe – und keiner schaut hin

Beim mittäglichen Spaziergang am 10. Januar spriessen die Blümchen am Wegrand und Schmetterlinge flattern um einen herum. Die Klimakatastrophe ist voll im Gang, und alle tun so, wie wenn nichts wäre. In der Basler Zeitung wird getitelt „Eine weisse Fasnacht liegt immer noch drin“, wie wenn das der Wunsch der Fasnächtler wäre. Und zitiert wird Mark Liniger von MeteoSchweiz: „Was wir heute sehen, ist ein Einzelgeschehen, das keinen Trend beweist.“

Also ruhig wegdenken, sich nicht beunruhigen lassen, schon gar nicht das eigene Verhalten in Frage stellen und auf keinen Fall politische Konsequenzen in Betracht ziehen. Dabei würde schon ein Verbot der Standby-Schaltungen in elektronischen Geräten einige AKWs bzw. einige hunderttausend Tonnen Erdöl und die entsprechenden CO2-Emissionen einsparen.

Doch die politische Methode läuft so: nichts unternehmen, bis alles wirklich schlimm ist. Dann von Erdöl auf Atomkraft umschalten und dort das grosse Geschäft machen. Und die Grünen pennen auch vor sich hin.

Ein Gedanke zu “Klimakatastrophe – und keiner schaut hin

  1. Sachlich wäre besser …

    Seit den 70iger wird der NAO-Index aufgezeichnet – der lag bisher bei maximal „3“ – das war im
    Rekordwinter 74/75. Jetzt liegt er bei 4(!!!) eine Steigerung, die selbt von Klimaexperten als besorgniserregend bezeichnet wird. Betrachtet man weiterhin
    die maximale Änderung der CO2-Konzentrationen aus den Eisbohrkernen auf einer Zeitachse, so stellt man weiterhin fest, dass der derzeigige Anstieg erdgeschichtlich gesehen einmalig ist. Hinzukommen in jüngster Zeit extreme Methan-Mengen. Weiterhin beunruhigend ist, dass zu Warmzeiten der CO2-Wert bei 280ppm lag. In Kaltzeiten hingegen bei 240ppm. Jetzt liegen wir bei über 380ppm! Ich denke, dass wir in 25 Jahren damit hauptsächlich beschäftigt sein werden, unser eigenes Leben irgendwie zu retten … Es wird alles viel schneller gehen, als bisher prognostiziert. Erschreckend auch: Die jetzigen Prognosen werden fast vierteljährlich immer weiter nach „oben“ korrigiert. Wir haben jetzt eine Situation, die von 5 Jahren erst für das Jahr 2100 hochgerechnet wurde …

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