Spiegels schiefe Optik bei Drogen

Dezember 30, 2011

Wenn’s um Drogen geht, ist der Spiegel einfach nicht zu brauchen: reisserischer Titel und Lead, immer gegen Hippies und/oder Cannabis wie zum Beispiel Opium bringt Opi um, Flower-Power, freie Liebe, “Lucy in the Sky with Diamonds” oder Jährlich betrinken sich Tausende Jugendliche zwischen 15 und 25 hemmungslos oder kiffen so viel, dass sie im Krankenhaus landen.

Wenn man weiterliest, kommt irgendwann kleinlaut die Wahrheit ans Licht, dass nämlich das grosse Problem bei der harten Droge Alkohol liegt sowie bei der Medikamenten-Sucht. Die illegalen Substanzen werden dann aber in den Spiegel-Texten weiterhin fröhlich durcheinander gemixt – Opium, Heroin, Kokain, LSD, Haschisch, alles dasselbe – und wer vom Thema nicht ohnehin bereits viel versteht, wird gründlich desinformiert.

Wer schmiert wohl den Spiegel beim Thema Drogen? Vor Jahren war mal im selben Spiegel zu lesen, dass es keine grössere Nachrichtenredaktion ohne Geheimdienst-Offizier gibt. Hier aber hat wohl vor allem die Pharma-Industrie ihre schmutzigen Finger im Spiel.

Tatsache ist, dass Senioren mit etwas Cannabis – oder in manchen Fällen, vor allem bei Schmerzen, sogar mit Opium – besser dran sind als mit dem Schrott, den die Pharma-Multis reindrücken und an deren Nebenwirkungen die Leute massenhaft leiden und untergehen. Es ist ja schliesslich kein Zufall, dass unsere Körper mit einem eigenen Endocannabionid-System ausgerüstet sind, sind wir doch nur ein kleiner Teil der planetaren Biosphäre und reagieren meistens am besten auf Substanzen, die aus derselben Biosphäre stammen.


Der Oelpreis

Juni 6, 2008

Er steigt und steigt. Und ich frage mich, wer verdient eigentlich wieviel an den ständig steigenden Oelpreisen? Kriegen die OPEC-Staaten jetzt doppelt oder dreimal so viel wie vor einem Jahr? Oder sind es die Raffinerien, die Transporter und die Oel-Companies? Oder nehmen einfach Spekulanten das ganz grosse Geld?

Obwohl es vom Oekologischen her richtig ist, dass der Oelpreis steigt, wäre es mir doch viel lieber, dass eine Umweltschutz-Agentur das Geld einstreicht als ein paar oberfette Milliardäre, die dann mit dem Geld kaum etwas Gescheites beitragen zur Rettung der Biosphäre und zum Leben der Menschen.

Der entfesselte Turbo-Kapitalismus jagt von Krise zu Krise und erzeugt immer perversere Gewinne für ein paar Wenige, die nichts Produktives leisten. Für den kleinen Mann und insbesondere die armen Länder wird das Leben unerschwinglich. Schon gibt es die ersten Hungerrevolten.


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