Stella Wassermann’s neue CD “L’ Ame de la Lune”

August 4, 2007

Lange hat’s gedauert, doch endlich ist es erschienen: Stella Wassermann’s neues Album “L’ Ame de la Lune”. Der Stil liegt irgendwo zwischen Ibiza-Chillout, Ambient und New Age, und die Musik ist sehr entspannend.

Stella “L’ Ame de la Lune”

Auf Stella’s Website www.stellaworld.ch kannst du in die Musik reinhören, und dort gibt’s zurzeit auch den vollständigen Song “Will to Happiness” gratis zum Downloaden als mp3 und zwar ohne DRM!

Wenn dir der Song gefällt, dann schicke doch bitte deine Freunde und Bekannten auf Stella’s Website. Wir sind unabhängige Künstler ohne Unterstützung der Musikindustrie und deshalb darauf angewiesen, dass unsere Fans uns helfen!

Wir arbeiten nach dem Prinzip von “Music 2.0″, das heisst, dass wir uns von der “alten” Musikindustrie fernhalten, die Musiker und Konsumenten gleichermassen als Milchkühe betrachtet, die es möglichst profitabel auszunehmen gilt. Dank dem Internet können Künstler wie wir heute direkt mit den Musikliebhabern in Kontakt treten. Das ist grundsätzlich eine tolle Sache, aber sie funktioniert nur, wenn Fans und Musikliebhaber mithelfen. Also bitte schreib auf Foren oder wo auch immer über Stella’s neue CD, wenn sie dir gefällt.

Bei cdbaby.com kriegst du zurzeit 40% Rabatt, wenn du zwei oder mehr Exemplare von “L’Ame de la Lune” kaufst. Vielleicht suchst du nach einem Geburtstagsgeschenk oder willst sonst jemandem eine Freude machen?

Das Album liegt auch bei iTunes zum Download bereit. Auch hier wäre es toll, wenn du eine Rezension schreiben könntest.

In Deutschland ist es erhältlich bei migusto.de und in der Schweiz bei phontastic.ch.


Drei internationale Versionen von “Knut ist gut!”

Juli 25, 2007

Diesen Frühling war ich als Komponist, Produzent und Verleger am Kinder-Popsong “Knut ist gut!” beteiligt, der während drei Wochen in den deutschen media control Single-Charts vertreten war. Vertrieben wurde die Maxi-CD von migusto.de, dem deutschen Online-Vertrieb für unabhängige Musiker und Labels.

Cover der internationalen Versionen von “Knut ist gut!”

Nun gibt es drei internationale Versionen des charmanten Ohrwurms vom kleinen Eisbären, der während einiger Wochen viele Menschen verzauberte und kurz zum Shooting Star der unersättlichen Massenmedien aufgestiegen war: auf englisch als “My Name is Knut”, auf französisch als “Je m’appelle Knut” und auf italienisch als “Sono Knut”. Auschnitte können auf Knuts Seite bei migusto.de angehört werden.


Wird Musik gratis sein?

Mai 7, 2007

In der Wochenendbeilage Das Magazin der Schweizer Tageszeitungen Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, Berner Zeitung und Solothurner Tagblatt ist ein Artikel unter dem Titel Musik wird gratis sein, oder sie wird nicht sein erschienen. Darin rührt Autor Bänz Friedli ein wirres Süppchen aus allerlei Industrienachrichten an. Ich habe mich genervt und musste einen Leserbrief schreiben.

Mein Leserbrief:
Bänz Friedli macht einen unsinnigen Wirrwarr aus den diametral entgegengesetzten Interessen der Musiker und denen der Musikindustrie. Letztere hat in den vergangenen Jahrzehnten eine monopolistische Situation geschaffen, dank derer sie mit grösster Selbstverständlichkeit den Löwenanteil der Musikgelder für sich selbst abzweigen konnte. Konkret: die Industrie kassiert Milliarden, ein paar Stars und Superstars kassieren Millionen, und für die grosse Masse der Musiker bleiben Brosamen.
Dass durch das Internet die multinationale Musikindustrie nun auf dem Müllhaufen der Geschichte landen wird, kann kaum ein Musiker bedauern. Im iTunes-Musicstore der Firma Apple erhalten Musiker nun erstmals den grössten Anteil der eingenommenen Gelder, jedenfalls wenn sie ohne Plattenfirma zu iTunes gehen. Dank neuen Vertriebs-Plattformen wie phontastic.ch, migusto.de und cdbaby.com hat jeder Musiker heute die Chance, direkt zu seinem Publikum zu gelangen. Daraus abzuleiten, dass Musiker ihre Musik verschenken sollen, ist totaler Unsinn. Herr Friedli selber möchte wohl kaum ohne Honorar arbeiten.


Knut ist gut!

März 29, 2007

Zusammen mit meinem Partner Mike Pyczak habe ich unter dem Projektnamen “Der Eisbär” einen deutschsprachigen Kinder-Popsong namens “Knut ist gut!” kreiert.

Wegen unserem gemeinsamen Online-Vertrieb migusto.de (CD-Vertrieb und Webshop für unabhängige Musiker, Bands, Produzenten und Labels in Deutschland) bin ich öfters mal in Berlin. Eine tolle Stadt übrigens, die mir sehr gut gefällt, und ihre Bewohner ebenso.

Anfangs Februar sahen wir ein Foto des knuddeligen, im Berliner Zoo geborenen Eisbär-Babys Knut und hatten spontan die Idee, einen Song für Knut zu machen. Denn Knut war nicht nur süss, sondern irgendwie pfiffig. Und wir hatten schon lange über eine mögliche musikalische Zusammenarbeit gesprochen. Mike war früher als Sänger der Gruppe Sechser-Pack jahrelang on the Road gewesen. Und ich habe einen reichen Background als elektronischer Musiker, Gitarrist und Produzent.

Knut bei seinem ersten Ausflug im Zoo.

Die Idee blieb zunächst liegen, aber anfangs März mailte mir Mike einen Text für einen Knut-Song, der mir gut gefiel. Eigentlich wollte ich mir nicht noch mehr Arbeit aufhalsen, doch ich setzte mich an einem Sonntagabend mit der Gitarre hin, nachdem ich mit Mike telefoniert hatte, um sein Feeling für den Song zu spüren. Ueberraschenderweise brauchte ich keine halbe Stunde für die gesamte Komposition - irgendwie war sie bereits im Raum gestanden und wartete nur darauf, dass ich sie abholte und aufzeichnete.

Mike hatte Freude an dem Song, und am nächsten Donnerstag holte ich ihn nachts in Basel am Bahnhof ab. Wir produzierten den ganzen Freitag und hatten dann den Song grundsätzlich im Kasten. Natürlich gab es noch einiges daran herumzufummeln. Dann noch die Hülle und das Mastering, und am 27.3.2007 begann migusto.de die CDs auszuliefern.

Der Rest ist Geschichte, sozusagen, denn am Sonntag, den 25.3.07, feierte die EU ihren 50jährigen Geburtstag in Berlin. Die Video-Teams und Fotografen, die dafür zu hunderten in Berlin anreisten, hatten am Freitag zuvor Knut entdeckt, der an diesem Tag seinen ersten Ausflug ins Freie machte.

Knut war zum Superstar geworden. Andere Künstler hatten ebenfalls Songs für Knut entwickelt, und der Medien-Hype explodierte. War es das schlechte Gewissen gegenüber der vom Aussterben bedrohten Tierart Eisbär, das mit der Liebe zu Knut kompensiert werden musste? Oder ein Bedürfnis nach einem Stück heiler Welt inmitten der auseinanderfallenden Realität? Oder einfach ein Urinstinkt des Menschen nach Freundschaft mit dem Tier? Sicher auch die Gier der Medien nach stets neuen emotional anrührenden und gut aussehenden Themen.

Die Medien beim Angriff.

Ich denke jedenfalls, es ist uns ein hübscher kleiner Kinder-Popsong gelungen, mit einem witzigen Text und einer überzeugenden gesanglichen Interpretation, wenn auch das Arrangement und die Produktion nicht ganz so ausgefeilt sind, wie ich es gerne habe - die Zeit war zu knapp. Wir kriegen viele Komplimente - von “tierisch gut” bis zu “welch ein entzückendes Lied” und einer schrieb: “If this isn’t a hit, I’ll eat my socks”. Andere, vor allem die Fans meiner eher experimentellen Projekte, können sich kleine Schmähungen nicht verkneifen, das kann ich ja verstehen, denn nicht alle Menschen sind musikalisch tolerant.

Bin gespannt, wie’s weitergeht mit “Der Eisbär”….

Alle Fotos (ausser CD-Cover) Copyright von Tina Merkau, Berlin, mailto: Tina.Merkau@t-online.de