Neue MOO!-Maxi von Matterhorn Project in Pressung

November 28, 2007

Nach unserer Nominierung von MUH! / Matterhorn Project in der höchst erfolgreichen TV-Sendung “Die grössten Schweizer Hits” ist das Interesse an MUH! wieder stark angestiegen. Vor allem DJs haben uns immer wieder gefragt nach einer Club-Version.

Nun, wir haben eure Wünsche erhört und zusammen mit Electroking-DJ Tony White einen Club-Remix gebaut, der auf den Namen “MOO! Swiss Chalet Remix” hört. Gleichzeitig haben wir auch eine neue Single-Version produziert. Um Verwechslungen mit der MUH!-Original-Hitsingle von 1985 zu vermeiden, heisst das neue Baby MOO!.

MOO! cover

Den Cover, den wir absolut geil finden, hat wieder unser Hauszeichner Simon Inäbnit auf dem Gewissen - danke, Simon, für die tolle Arbeit. Ebenfalls wieder mit von der Partie sind die Kuhglocken und der wunderschöne Jodel von Heidi Blum. Heidi hatte damals vor 22 Jahren viele Anfeindungen aus der Ländler-Szene erleben müssen, denn Jodeln im Pop-Kontext gab es noch gar nicht und wurde als “Verkitschung” empfunden. Heute sind alle toleranter geworden und freuen sich einfach an der Musik.

Auch Stella und ich wurden in den 80er-Jahren wegen MUH! angefeindet. Der Schweizer Pop-Sender DRS3 weigerte sich damals gar, den Song zu spielen, nur gerade in der Hitparade kamen sie nicht darum herum. Die haben das wohl als Verrat an der Popmusik empfunden - wie engstirnig das nun im Rückblick wirkt! Wir hoffen jedenfalls, dass wir heute mit MOO! bei DRS3 auf mehr Gegenliebe stossen werden…

MOO! erscheint auf unserem Label hyperdisc und in der Schweiz im Vertrieb von K-Tel. Das Ausland wird folgen. Die Bestellnummer lautet hyperdisc hd 024-5.

MOO! backside


Kuhglocken-Gebimmel und Intoleranz

September 5, 2007

In Arboldswil, einer kleinen Baselbieter Gemeinde, hat sich ein Neuzuzüger beschwert, weil er beim nächtlichen Gebimmel der Kuhglocken nicht schlafen konnte. Darauf gingen in den Leserbriefspalten der Basler Zeitung die Wogen hoch - offenbar sind die Kuhglocken für viele Schweizer ein heiliges Symbol der nationalen Identität. Dabei hat das Bundesgericht schon längst geurteilt, dass Kuhglocken nachts in bewohnten Gebieten verboten sind.

Erschreckend jedenfalls, mit welcher Intoleranz und Gehässigkeit in den Leserbriefen die Menschen mit einem sensibleren Schlaf angegangen worden sind. Das erinnert fatal an die berüchtigten Schafskopf-Plakate der Schweizerischen Vascho-, äh Volks-Partei SVP. Witzig hingegen, dass laut Presseberichten ausgerechnet ein SVP-Mitglied gegen das nächtliche Gebimmel reklamiert haben soll - der Arme sitzt jetzt zwischen Stuhl und Bank.

Ich schlage vor, dass alle aufrechten Schweizer ab sofort tagsüber eine Treichel (schweizerischer Ausdruck für eine grosse Kuhglocke) um den Hals tragen, das gibt im Büro und im Tram die richtige patriotische Geräuschkulisse. Und die, die’s besonders lieben, dürfen sie auch nachts im Bett anbehalten!