Stella Wassermann im Vertrieb von silenzio.de

November 12, 2007

Diesen Frühling hat Stella Wassermann ihr neues Album “L’Ame de la Lune” in der Schweiz veröffentlicht. Nun wird ihre CD, die stilistisch im Bereich von Ibiza-Chillout, Ambient und New Age angesiedelt ist, in Deutschland von silenzio.de vertrieben.

“Ich freue mich sehr”, sagt Stella Wassermann, “dass ich nun bei silenzio bin, da fühle ich mich zuhause.” Ebenfalls bei silenzio.de erhältlich ist Stellas erstes Solo-Album The Palace of Yin. Der Pariser Star-DJ Claude Challe hatte einen Track aus dieser CD auf seiner berühmten “Nirvana Lounge”-Compilation eingesetzt.

Stella Wassermann

Und hier geht’s zu Stella’s Website


UFO

Oktober 16, 2007

Am Sonntag, den 7. Oktober 2007 hatten wir abends gegen 21.00h eine UFO-Sichtung. Nicht UFO im Sinne der Hollywood-Movies mit netten oder bösen Aliens, sondern im Sinne eines unidentifizierbaren Flug-Objekts.

Wir hatten im hügligen Norden Ibizas eine längere Wanderung unternommen und setzten uns nach Einbruch der Dunkelheit, bereits in der Nähe des Autos, auf die Steine, um den Sternenhimmel zu betrachten. Und da war das Ding. Mit etwa der Helligkeit der Venus und ca. 30 Grad über dem Horizont bewegte sich der Lichtpunkt auf seltsam schlingernden Bahnen, ruckartig und mit Beschleunigungen, die für ein Flugzeug oder ein anderes Gefährt menschlicher Technologie völlig unmöglich wären. Hin und wieder hatten wir den Eindruck, dass Lichtstrahlen von dem Objekt ausgingen. Nach etwa einer Minute war das UFO hinter den Bäumen am Horizont verschwunden. Strange Encounters…


Ibiza-Hotspots, August 2007

August 5, 2007

Ibiza ist einfach fantastisch, auch wenn ich immer wieder mal was zu lästern habe. Hier gibt es so viele nette und interessante Leute, wunderbare Natur, Kultur und tolle Lokale. Jeden Abend hat man die Qual der Wahl.

Montag nachts ist im Las Dalias (San Carlos) der Hippie Night Market angesagt. Dort trifft man sich und kauft nebenbei so ein, was die Freaks von Indien mitgebracht oder selber hergestellt haben, sowie auch allerlei Leckeres vom Land, wie zum Beispiel in Honig eingelegte Mandeln. DJ Djin, selber auch Musiker und Bildhauer, begrüsste uns mit “Spaced Out” von unserem 1981er-Album “Psychotron / Schaltkreis Wassermann”. Dieses heavy-duty Experimental-Stück passte gut in die entspannte Atmosphäre, erstaunlicherweise.

Nach dem Dalias empfiehlt sich das “Sansara” in Santa Eulalia, ein schönes asiatisch inspiriertes Lokal mit charmanter, manchmal ziemlich schräger Live-Musik.

Mittwochs gibts psyTrance im “Sunset Ashram” an der Cala Conta (San Antonio). Das Restaurant, das dieses Jahr sehr guten griechischen Salat serviert, liegt direkt über dem Meer, und Daniel und Amor legen heissen psychedelic Sound zum Tanzen auf. Tolle Location.

Sunset Ashram
Sonnenuntergang beim Sunset Ashram

Freitag und Sonntag abends spielt Ohm-G gepflegten Chill-Out im Atzaro, einem Agroturismo-Hotel in San Carlos. Wohl eines der schönsten Lokale in Ibiza, wenn nicht das schönste. Eine riesige Garten-Anlage mit balinesischen und anderen asiatischen Einflüssen, perfekt gemischt mit traditioneller ibizenkischer Finca-Architektur. Beeindruckend und sehr ästhetisch. Natürlich für die betuchte Klientel, aber wie fast überall auf Ibiza sind auch Freaks gerne gesehen.

Atzaro

Atzaro Agroturismo

Im “Casa Colonial” gibt es zurzeit die indischen Wochen, die mit einer Bollywood-Nacht eröffnet wurden. Saigo und Arda spielten Tabla und Dill-Ruda, Maria tanzte dazu indisch. Gediegenes Essen für Schickimicki-Kundschaft - nicht ganz unsere Welt, aber sehr schön.

Saigo
Maria, Saigo und Arda im Casa Colonial.

Und für mich das Geilste: hin und wieder eine unkommerzielle und illegale Trance-Party irgendwo im Wald. Dort kommt man nur hin, wenn man die richtigen Leute kennt. Leider taucht dann immer zwischen 3 und 5 Uhr morgens die Guardia Civil auf…

tranceparty
Fullmoon-Tranceparty


Stella Wassermann’s neue CD “L’ Ame de la Lune”

August 4, 2007

Lange hat’s gedauert, doch endlich ist es erschienen: Stella Wassermann’s neues Album “L’ Ame de la Lune”. Der Stil liegt irgendwo zwischen Ibiza-Chillout, Ambient und New Age, und die Musik ist sehr entspannend.

Stella “L’ Ame de la Lune”

Auf Stella’s Website www.stellaworld.ch kannst du in die Musik reinhören, und dort gibt’s zurzeit auch den vollständigen Song “Will to Happiness” gratis zum Downloaden als mp3 und zwar ohne DRM!

Wenn dir der Song gefällt, dann schicke doch bitte deine Freunde und Bekannten auf Stella’s Website. Wir sind unabhängige Künstler ohne Unterstützung der Musikindustrie und deshalb darauf angewiesen, dass unsere Fans uns helfen!

Wir arbeiten nach dem Prinzip von “Music 2.0″, das heisst, dass wir uns von der “alten” Musikindustrie fernhalten, die Musiker und Konsumenten gleichermassen als Milchkühe betrachtet, die es möglichst profitabel auszunehmen gilt. Dank dem Internet können Künstler wie wir heute direkt mit den Musikliebhabern in Kontakt treten. Das ist grundsätzlich eine tolle Sache, aber sie funktioniert nur, wenn Fans und Musikliebhaber mithelfen. Also bitte schreib auf Foren oder wo auch immer über Stella’s neue CD, wenn sie dir gefällt.

Bei cdbaby.com kriegst du zurzeit 40% Rabatt, wenn du zwei oder mehr Exemplare von “L’Ame de la Lune” kaufst. Vielleicht suchst du nach einem Geburtstagsgeschenk oder willst sonst jemandem eine Freude machen?

Das Album liegt auch bei iTunes zum Download bereit. Auch hier wäre es toll, wenn du eine Rezension schreiben könntest.

In Deutschland ist es erhältlich bei migusto.de und in der Schweiz bei phontastic.ch.


Ibiza-Update 2, Juli 07

Juli 29, 2007

In den Sommermonaten fahren manche Leute hier wie vom Teufel besessen, wahrscheinlich sind sie es auch. Immer wieder sieht man waghalsige Ueberholmanöver auf kurvigen, unübersichtlichen Strassen und immer wieder Wracks am Strassenrand. Letzthin wurden wir Zeugen eines grausigen Unfalls, wo einem alten Bauern beide Beine abgerissen und der Rest seiner Leiche über ein Kilometer mitgeschleppt wurde. Der Todesfahrer, ein junger Brite, fuhr dann in seinem demolierten Auto noch zehn Kilometer weiter, bis er sich der Polizei stellte. Es ist beängstigend.

pjw_Ibiza_DSC_3806.jpg
Strassenmarkierung auf Ibiza

Gestern im “Diario de Ibiza” die Geschichte eines ungarischen Pärchens, deren Leichen im Wald gefunden wurden. Er hatte sie offenbar in einem perversen Sexual-Akt erwürgt und dann, vielleicht erschreckt über seine nicht unbedingt so gewollte Tat, sich selbst umgebracht.

Im Leserbrief-Teil derselben Zeitung beklagt sich die Halterin einer Strandkneipe bei San Antonio (britisch besetztes Gebiet), dass ihre Familie täglich von schwer betrunkenen Gästen angepöbelt wird. Es wird ins Lokal gepinkelt, Mobiliar beschädigt und die Zeche geprellt. Letzthin wurde die Schwester der Schreibenden mit mehreren Messerstichen verletzt, und die Guardia Civil brauchte über eine Stunde, um am Ort des Geschehens zu erscheinen. Die Schreiberin vermerkt verbittert, dass beim höchst umstrittenen Autobahnbau des Matutes-Clans die Polizei in Hundertschaften bereitstand, um die Zwangsenteignungen und die Zerstörung von Häusern und Kulturland vor dem Zorn der Bevölkerung zu beschützen.

Wrack
Wieder mal ein Wrack neben der Strasse

In diesem Zusammenhang ist auch die diesjährige Schliessung von einigen Discotheken, Clubs und Bars zu sehen, über die ich in meinem ersten Ibiza-Update geschrieben habe. In seltener Einmütigkeit verkündeten Lokalpolitiker wie auch die britische Botschafterin, dass die Zeit des “Anything Goes” abgelaufen sei. Nach diversen sensationalistischen Medienberichten hatte das Image Ibizas einen neuen Tiefpunkt erreicht, und dies zu Recht - der Abschaum hat Ibizas touristische Gegenden erobert, man kann es leider nicht anders ausdrücken. Nun soll nach Wunsch der Behörden alles diskreter ablaufen, das war wohl in etwa das Signal an die wegen Drogenhandels geschlossenen Clubs. Amnesia ist inzwischen wieder geöffnet.

Angetrieben von der Geldgier einheimischer und zugewanderter Hoteliers und Geschäftsleute wird einerseits mit Billigreisen alkoholisiertes Proletariat herangekarrt und andererseits hochprofitable Club-, Party- und Drogentouristen, die gnadenlos abgezockt werden mit Eintrittspreisen von 90 EUR in Clubs, wo ein Bier 18 EUR kostet.

Die Politik ist hilflos. Die PP (Partido Popolar) ist nur an Zement und Asphalt interessiert, weil so die herrschenden Clans am meisten absahnen können. Die jetzt herrschenden Sozialisten (die die Wahl mit 38 Stimmen Differenz gewonnen haben) meinen es gut, aber sind weder zur klaren Analyse noch zur durchgreifenden Aktion fähig. Nicht einmal der dringend nötige massive Ausbau des öffentlichen Verkehrs wird angepackt. So geht das Kräftespiel des entfesselten Kapitalismus ungehindert weiter.

Vor Jahrzehnten in den 60er-Jahren, war Ibiza das Paradies der Hippies gewesen. Regiert hatten “Shit und Trips”, also Haschisch und LSD. Das waren Zeiten gewesen, idyllisch und romantisch. Natürlich gab es auch damals private Dramen, aber die Gesamtstimmung war freundlich zu Natur und Menschen. Heute sind Kokain, Ecstasy (womit nicht reines MDMA gemeint ist), Ketamin und GHB die vorherrschenden Drogen - und natürlich vor allem Alkohol in rauhen Mengen. Und weiterhin präsentiert die im Sommer massiv verstärkte Drogenpolizei (Vorsicht auf den Fähren!) stolz ihre Cannabis-Beute, wenn sie wieder mal einen Kleindealer oder einen Touristen mit privatem Drogenproviant erwischt haben.

Trotz allem: wer mehr als nur ein paar wenige Schritte in die Natur tut, weg von Bars und Verkehr, der kann nach wie vor die majestätische Schönheit dieser Insel erleben. Und auf dem Land gibt es immer noch die friedlichen und gemütlichen Szenen sowie stets lächelnde Ibicencos. Ein unglaublicher Kontrast.


Ibiza-Update, Juli 07

Juli 15, 2007

Oelpest vor Ibizas Küste: der Tanker “Don Pedro” mit 150 Tonnen Oel ist wenige Kilometer vor Ibizas Hafen auf ein Riff aufgelaufen und sofort gesunken. Die Strände Playa d’en Bossa, Talamanca und Figueretas wurden geschlossen. Taucher haben inzwischen die Lecks abgedichtet, und es scheint, dass eine grössere Katastrophe verhindert werden konnte.
(Nachtrag vom 16.7.2007: Offenbar alles viel schlimmer, als die ersten Meldungen vermittelten. Habe Video gesehen von oelverschmierten Felsen bei Ses Salines, dem wunderschönen Strand mit den bizarren Felsen und den Sanddünen.)

Der Tanker-Unfall ist symptomatisch für die Rücksichtslosigkeit, mit der Ibiza, ein Juwel des Mittelmeers, von den Menschen behandelt wird. Insebesondere in den vier Jahren Herrschaft der rechtsgerichteten PP (Partido Popolar), die von König Abel Matutes beherrscht wird, wie auch grosse Teile von Ibizas Wirtschaft, wurden brutale Schneisen in die kleine Insel geschlagen, um ungeheuerlich überteuerte Autobahnen zu bauen, von denen wiederum primär Matutes und sein Clan profitiert haben.

Nun haben bei den Wahlen vom 16.Mai die Sozialisten die Mehrheit erreicht und wurden anfangs Juli in ihre Aemter eingesetzt. Bereits laufen Korruptionsverfahren gegen Prinzessin Stella Matutes und zwei weitere Abgeordnete.

Nun rasen die Taxifahrer mit 130 km/h über das Stück Autobahn vom Flughafen bis in die Umfahrungsstrassen rund um Ibiza, auf denen eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h pro Stunde signalisiert ist. Keiner scheint sich darum zu kümmern. Die Touristen, von denen die Insel lebt, können der Autobahn nichts abgewinnen - genau vor solchen Monströsitäten sind sie temporär aus ihrer Heimat geflüchtet.

Ibiza Sunset

Von Inselbewohnern höre ich, dass die Polizei aggressiv gegen kleine Haschisch-Dealer vorgeht. Aus dem “Hippie”-Markt vo Las Dalias soll einer mit Handschellen abgeführt worden sein. Andererseits ist zu lesen, dass Spanien den höchsten Pro-Kopf-Konsum von Kokain haben, Spitzenreiter ist vermutlich Ibiza. Sichtbar wird das, wenn einer mit 150km/h über eine Landstrasse rast, auf die Velofahrer von den Tourismusbehörden gelockt worden sind.

Die Clubs Amnesia, Bora-Bora und DC-10 wurden anfangs dieser Saison geschlossen. Vielleicht können sie jetzt im Juli wieder öffnen. Der Grund soll sein, dass in diesen Lokalen Drogen verkauft worden seien. Wer hätte das gedacht? Jeder weiss, dass in allen grossen Discos und Clubs der Drogenhandel zum Geschäft gehört, auch im Space, bei dem König Matutes Mitbesitzer ist.

Bezüglich Drogen ist Spanien immer noch völlig unaufgeklärt, die Medien schreiben nach wie vor von “la Droga”, in den meisten Fällen ohne zu spefizieren, um was es konkret geht. Wie soll da eine ernsthafte Diskussion stattfinden? Wie immer seit dem Antritt von Bush läuft alles in die völlig falsche Richtung.

Gesoffen wird wie eh und je. Als letzthin eines meiner Lieblingslokale um 1.00h morgens schloss, torkelten mehrere Besucher aus der Bar und hinter das Steuer ihrer Autos. Entsprechend viele Tote gibt es auf Ibizas Strassen.

Dennoch gibt es auf Ibiza immer noch wunderschöne Gegenden mit unberührter Natur. Wie lange noch?

Die Sozialisten haben nun immerhin die Schliessung von mehreren Restaurants in den Salinen angeordnet, die ohne Bewilligung mitten in die Dünen gebaut worden sind, nach guter ibizenkischer Tradition: “Die Gesetze gelten nur für die Ausländer.” Gerade habe ich gelesen über einen politischen Vorstoss, dass bei Drogenvergehen gegenüber Ausländern keine bedingten Strafen mehr angewendet werden sollen, für Spanier und Ibicencos schon. Ob das mit dem EU-Recht vereinbar ist?


Ibiza Flughafen evakuiert

Juni 30, 2007

Heute sind wir ca. 10.30h auf dem Flughafen Ibiza gelandet und haben das Gelände ca. um 11.30h verlassen. Eine Stunde später wurde der Aeropuerto wegen einer anonymen Bombendrohung evakuiert, und und bis 16.09h konnten keine Flugzeuge starten oder landen. Es wurde von einer kontrollierten Sprengung eines Paketes durch die Guardia Civil berichtet, was später dementiert wurde.

Uns beiden war beim Warten auf das Gepäck aufgefallen, dass zwischen den Förderbändern mehrere Pakete lagen, die so aussahen, wie wenn sie schon seit ein paar Tagen dort liegen würden. “Die sind hier ziemlich lasch”, hatte ich mir gedacht.

Wir hatten noch darüber diskutiert, dass die Kontrollen und Vorschriften für die Passagier teils schikanös sind und wohl eher dem Zweck dienen, die Leute an ständige Durchsuchungen zu gewöhnen. Während an anderen Stellen Sicherheitslücken so gross wie Scheunentore klaffen…


Goa-Parties auf Ibiza unterdrückt.

April 8, 2007

Kürzlich waren wir auf Ibiza an einer unkommerziellen Goa-Party. Die PsyTrance-Freaks hatten an einer wunderschönen Location an der Küste ein cooles Setup gebaut mit Deko und einem kleinen Chill-Zelt. Friedliche Stimmung mit Goa-Beats und sehr netten Leuten, bis um halb vier Uhr morgens die Guardia Civil kam und die Fiesta abrupt beendete, nicht ohne einige junge Leute mit Durchsuchungen von Auto und Tascheninhalt zu belästigen. Wobei die Beamten, wenigstens zu uns, durchaus korrekt und überhaupt nicht bösartig auftraten.

Ist doch verrückt - ausgerechnet auf Ibiza, der Party-Insel schlechthin, werden spontane und unkommerzielle Goa-Parties seit Jahren systematisch unterdrückt. Einige Organisatoren haben sogar Inselverbot erhalten. Man munkelt, dass die kommerziellen Club-Betreiber Angst haben vor der Nonprofit-Konkurrenz. Schade für Ibiza, wo die Hippies und Freaks nur noch als Staffage geduldet sind, und wo nun alles für die Reichen und Superreichen hergerichtet wird mit neuen Luxus-Hotels, Golfplätzen und Yacht-Häfen. So soll es weitergehen gemäss der regierenden Partido Popular, die vor vier Jahren die Wahlen gewann und sofort mit dem Bau von grössenwahnsinnigen Autobahnen begann, an denen vor allem der Insel-”Pate” Abel Matutes dick verdient hat. Im Mai sind wieder Wahlen - es wird spannend!


algorithmische Komposition

Dezember 10, 2006

In letzter Zeit fange ich wieder an, mich für algorithmische Komposition zu interessieren - eine Kompositionsmethode, wo der menschliche Komponist gewisse Vorgaben macht (einige Noten, einige Melodien, Wahrscheinlichkeiten) und wo die Software daraus Musik erzeugt. Früher habe ich gerne auf dem Atari mit dem Programm “M” herumgespielt. Die Software ist nach wie vor zu haben für Mac OS X bei der Firma cycling74, und sieht immer noch gleich aus, voll retro! Etwas enttäuschend, dass da nichts weiterentwickelt wurde, aber immerhin kriegt man das Programm noch. Jetzt werde ich es wohl zum dritten Mal kaufen müssen, auch wenn man leider keine internen Soft-Synths anspielen kann, sondern nur externe MIDI-Kisten. Aber von denen habe ich noch ein paar rumstehen…

Bei meinen Recherchen zum Thema algorithmische Komposition bin ich auf eine CD gestossen, die mir gut gefallen hat: Organised Chaos von Phil Thompson. Hört mal rein.

Ich will ja wieder auf die Bühne zurück nach vielen Jahren reiner Studio-Arbeit, das Jammen auf Ibiza hat mir wieder Appetit gemacht. Einer meiner dortigen Jam-Partner hat übrigens auch eine interessante CD, ziemlich schräg und experimentell: Djin - The Son in the Sun.

Einerseits habe ich mit Stella bereits begonnen wieder aufzutreten (www.stellaworld.ch), andererseits arbeite ich an meinem Solo-Programm, wo ich mit der Gitarre und einem Looper rummnudle - und da hätte ich gerne sowas algorithmisches im Hintergrund. Mal schauen, wie sich’s entwickelt - mir gefällt’s schon recht gut allein mit der Gitarre und dem Looper. Falls du Lust hast, bei meiner Musik mal reinzuhören: www.pjwassermann.ch. Und wenn du mich für einen Gig engagieren willst - ein mail genügt…


Korruption auf Ibiza

Oktober 8, 2006

Kleine Meldung im “Diario de Ibiza” von letzter Woche: “Der für Korruptionsfälle zuständige Staatsanwalt der Balearen, Juan Carrau, hat die Anzeige der linken Partei Esqerra Unida wegen mutmasslicher Veruntreuung öffentlicher Gelder und Einflusshandel bei der Vergabe des Strassenbaus auf Ibiza zu den Akten gelegt.”

Es ging darum, dass die Kosten für zwei umstrittene Strassen gegenüber den Voranschlägen von 3,9 Mio EUR auf 59,9 Mio bzw. von 4,7 Mio auf 70,8 Mio angestiegen sind. Das ist ein Anstieg von 5′500%.

Der Diario weiter: “Die Tatsache, dass die Inselrätin für Strassenbau (Stella Matutes) eine Tochter des Unternehmers (Abel Matutes) ist, der Interessen in beiden Strassenbaufirmen hat, ist für Carrau noch kein Einflusshandel.”

Das ist die Verbushung der Welt: es wird gemauschelt und betrogen, dass es knallt - und das ist völlig normal geworden.