LaCie Festplatten: eine Verarschung des Konsumenten

Juni 24, 2008

Im Lauf der letzten Jahre habe ich mir etwa 10 LaCie Harddisks im hochwertigen Metallgehäuse zugelegt. Inzwischen haben zwei von ihnen das Zeitliche gesegnet, und zwar sind nicht die Festplatten selber kaputt, sondern offenbar ein “Brückenchip”, der der Kommunikation mit dem Computer dient. Natürlich wollte ich diese Chips ersetzen, aber Fehlanzeige - diese Chips sind nicht erhältlich!

Somit kann man die schönen Metallgehäuse in die Entsorgung geben und die Festplatten in ein billiges Gehäuse stecken. Ein Techniker meines Lieferanten hat sich die Mühe genommen, LaCie um eine Stellungnahme zu bitten: “Ich habe bei LaCie angefragt warum sie keine solchen Ersatzteile liefern… Eine entsprechende Antwort blieb leider aus.”

Was LaCie macht, ist eine Verarschung des Konsumenten und ökologisch total daneben. Leute, macht einen grossen Bogen um diese Firma!


Vorratsdatenspeicherung

Januar 22, 2008

Unter dem netten Namen Vorratsdatenspeicherung ist in Deutschland auf Anfang 2008 ein neues Gesetz in Kraft getreten, das den futuristisch-faschistischen Ueberwachungsstaat ein grosses Stück vorantreibt. Alles wird gespeichert - jede telefonische und schriftlich-elektronische Aeusserung eines jeden Bürgers. Wie immer unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung. Auch wir Schweizer sind davon betroffen, wenn wir mit Deutschland kommunizieren!

Alain Wolf schreibt dazu in seinem Blog:
Die lückenlose und systematische Speicherung jeglicher elektronischer Kommunikation (Handy, SMS, Email, Telefon, Web) auf Vorrat, auf staatlichen Servern und von allen Providern solcher Dienstleistungen, innerhalb der BRD, abgezapft. Direkten Online-Zugriff haben alle Behörden die etwas mit Justiz zu tun haben. Aus Deutschland oder befreundeten Staaten.

Grund dieser Massnahme: Sollte ein Bürger jemals in Verdacht geraten, wäre seine Überwachung rückwirkend gesichert.

Vielen hier mag nicht bewusst sein, dass, obwohl wir hier in der Schweiz bisher noch keine solchen Regelungen haben, und unser derzeitiges Datenschutzgesetz solches auch noch nicht erlauben würde, wir natürlich auch davon betroffen sind.

Bei Wikipedia gibt’s dazu noch detailliertere Informationen.

Big Brother is watching you!


Kopierfehler bei Audio-CDs

November 9, 2007

Bei den Mac Users Switzerland gibt es einige sehr interessante Mailing Lists, wo man sich gegenseitig mit Know-How aushilft. Christoph Mijnssen hat einen Text über Kopierfehler geschrieben, der vielloeicht auch ein grösseres Publikum interessiert…

Kopierfehler:
Die Audio-CD und die Daten-CD haben verschiedene Fehlerkorrektursysteme für 100%-ige Datenintegrität (beide basieren auf zusätzlich vorhandenen Informationen und Schlüsseln) sind aber auf verschiedene Prioritäten optimiert.

Die Audio-CD läuft traditionell mitsamt Fehlerkorrektur “realtime” und wendet bei unkorrigierbaren Lesen-Fehlern eine zumeist (wirklich!) unhörbare Daten-Interpolation an, was dann aber per definitionem veränderte, fehlerhafte Daten bedeutet. Nur ganz selten steigt auch die Interpolation aus, dann knackt es, “hängt” oder “schreddert” der Laser.

Computerlaufwerke haben zwar eine optimierte Fehlerkorrektur, die auch bei sehr schnellen *Daten-CD*-Lesevorgängen einwandfrei funktioniert. Aber meines wissens können sie weder die Fehlerkorrektur-Daten einer *Audio-CD* verarbeiten, noch Interpolieren, was recht rasch zu hörbaren Datenfehlern führt – ohne dass eine Fehlermeldung erfolgt.

Fehlerkorrektur:
iTunes hat unter “Einstellungen->erweitert->Importieren-> die Option “Beim Lesen von Audio-CDs Fehlerkorrektur anwenden”. Das *sollte* unbedingt angeklickt sein. Mit dieser Funktion “bescheisst” sich iTunes clever um die fehlende Audio-CD-Korrektur: Es liest dann (ähnlich ExactAudioCopy auf dem PC) jede Audio-Datei zweimal ein, vergleicht diese, und liest bei Abweichungen solange ein, bis mehrere Lesevorgänge identische Dateien erzeugen. Die Daten sind dann “ziemlich” fehlerlos… Und das *ist* hörbar besser als ohne diese Korrektur!

Unter -> Importieren findet sich auch die Auswahl des Formates, in welchem gespeichert (du in die iTunes-Bibliothek aufgenommen wird). Zwischen WAV, AIFF und Apple lossless ist wie erwähnt die Konversion verlustfrei.

Archivierung:
D.h. also nur wenn Audiodaten auf *Daten*-CD gespeichert werden, ist die Archivierung problemlos, dann kann sie aber auf normalen CD-Spielern leider nicht gehört werden… Als Datei-Kopieraktion ist dabei eine 100%-ige Datenintegrität garantiert. Wenn man von solchen *unkomprimierten* Daten ab CD-Laufwerk einliest oder von der Harddisk auf Audio-CD brennt, ist die Kopie von den Daten her identisch mit dem Original.

Klangunterschiede:
Der Brennvorgang einer Audio-CD ergibt je nach Brenn-Speed, Laufwerk und Rohling Klangunterschiede, wobei bei den besten Rohlingen und Brennern die Kopie besser klingt als das Original… (weil die optische Codierung auf dem Rohling besser lesbar ist, und in der Abtastelektronik weniger “Unruhe” entsteht, die letztlich unterschwellig auf die DA-Konversion durchschlägt). Im Prinzip klingt aus obigen Gründen ein harddisk-Laufwerk besser als ein CD-Laufwerk (beim Speicher- und Lesevorgang sind kleinere Ströme involviert) – und ein Flash-Medium nochmals besser.

Diese Klangunterschiede haben nichts mit Daten-Verlusten oder Kopierfehlern zu tun. Es gibt Klangunterschiede auch mit identischen Daten, weil die Ströme beim Lesevorgang die Präzision der Taktung beeinflussen (Jitter). Sehr gut sind z.B. Die Fujifilm CD-R for Digital Photo. In sämtlichen mir bekannten Untersuchungen über Datenfehler / Lesefehler bei Audio-CDs waren effektive Lesefehler (gleichbedeutend mit Interpolation) effektiv *sehr* selten, in der Gegend von alle paar Sekunden im schlimmsten Fall. Das erklärt auf keinen Fall Klangunterschiede z.B. Bei CD-Laufwerken u.ä., die konsistent, durchgehend und eigentlich unmittelbar erkennbar sind. Wo Klangunterschiede sind, müssen also keine Datenfehler vorliegen.

Dither:
Man nehme ein 1kHz-Signal bei -90dB in 24Bit und mische es mit einem leiser werdenden Rauschen, und hackt die Datei auf 16Bit (truncated). Dann hebt man das Signal sehr stark an. Man hört dann zuerst gut vernehmlich Rauschen, dann immer deutlicher einen sauberen 1kHz-Ton. Dann, mit schwindendem Rauschen beginnt der 1kHz zuerst leise, dann immer unerträglich zu Klirren. Das minime Rauschen (auch eines Vorverstärkers…!) hilft das Signal also perfekt zu linearisieren.

Nur mit extrem “guten” Vorverstärkern (wenig Rauschen ist nicht gleichbedeutend mit gutem Klang) wird Dithering wirklich benötigt. Ein Rauschen mit mehr als -90 dB Abstand zu Peaks von 0dB ist durch eine ganze Aufnahmekette hindurch nicht ganz trivial zu erreichen. Und wo Dithering wegen des Eigenrauschens nicht von Nöten ist, sollte man es weglassen, denn dann kann es klanglich nachteilig sein.

Nur, geht das bei Logic leider nicht! Bei meinen Versuchen, haben sämtliche Dither- und nichtditherfunktion auf diesem letzten (LSB) Bit nicht sauber funktioniert (nett ausgedrückt).

“Flasche leer, ich habe fertig!”


Leopard: Apple greift nach den Sternen

Oktober 30, 2007

Apple greift nach den Sternen mit dem neuen Betriebssystem OS X 10.5 “Leopard”: futuristischer Look und fortgeschrittenste Software-Technologie machen Leopard zum Must-Have für Technophile.

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Schon die Verpackung macht Lust: die DVD-Box ist edler ausgestattet als manche Musik-CD-Deluxe-Box, mit 3D-Space-Effekt und Glanzlichtern. Und dieser Eindruck zieht sich durch die ganze Software - tolle Bildschirm-Hintergründe, dreidimensional, schnelle und flüssige Animationen, konsequentes Design. Das User-Feedback von iTunes sei auch bei Leopard mit eingeflossen, und das ist total spürbar: alles ist noch intuitiver und freundlicher geworden. Und offensichtlich wurde auch der Code optimiert, denn die Performance-Steigerung ist deutlich spürbar.

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Ein paar erste Eindrücke:
• Stacks
Was sonst so an Dokumenten auf dem Schreibtisch herumliegt, ist nun in Stapeln auf dem Dock abgelegt. Wenn man draufklickt, gehen die Dokumente als Fächer auf oder als schwebendes Fenster mit Icons von Programmen und Frontseiten der Dokumente.

• Coverflow und Quicklook
Die Inhalte eines Ordners werden bildlich dargestellt, einmal mehr in 3D. Mit den Pfeiltasten wechselt man, um jeweils ein neues Dokument in den Vordergrund zu schieben. Durch Drücken der Space-Taste werden Videos abgespielt und Dokumente zur Ansicht geöffnet.

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• Spaces
Bis zu 16 verschiedene Desktops können definiert werden, um besser Ordnung zu halten, wenn viele Applikationen offen sind. Genial.

• Mail
Das Apple-eigene Mailprogramm beinhaltet jetzt Templates für html-Mails. Photos können von iPhoto oder aus einem Ordner direkt in die Mail-Platzhalter gezogen werden. Beeindruckend, was da unter der Haube abläuft. Neu gibt es eine Abteilung für Notizen und todo-Listen. Adressen aus Mail-Signaturen können ins Adressbook gezogen werden.

• Time Machine
Das ist mein Favorit im Startrek-Look. Backups werden automatisch erstellt. Eine Suche nach einem versehentlich gelöschten Dokument fördert in der Time Machine die letzte gespeicherte Version hervor, und das mit einer Science-Fiction-Animation. Es ist aber auch möglich, alle Instanzen eines möglicherweise belastenden Dokuments definitiv zu löschen. Die Speicherung erfolgt inkremental, nur Aenderungen werden gespeichert, um die Harddisk nicht zu sehr zu belasten.

• iChat
Da kann man sich nun selber mit Video-FX selber verfremden, auch beliebige Backgrounds und Videos sind möglich. Viel wichtiger: Dokumente können im Video-Chat oder der Video-Konferenz gezeigt werden, zB Keynote-Präsentationen, Fotos, Videos, Excel-Sheets, sogar gemeinsames Fern-Editing ist möglich. Und noch ein Schritt weiter: Der eigene Bildschirm kann den Chat-Partnern gezeigt werden, und sie können selber darauf herumklicken.

300 neue Features sind in Leopard enthalten. Es gibt nur eine einzige Version, nicht mehrere wie bei Vista. Die Einzelversion kostet CHF 189.–, das Family Pack mit 5 Lizenzen CHF 279.–. Einsetzbar ist Leopard ab einem G4 mit 867 MHz.

Gut gemacht, Apple.

Nachtrag 31.10.2007
Apple hat gemeldet, dass in den ersten drei Verkaufstagen mehr als zwei Millionen Leoparde verkauft worden sind.

Anmerkung: diesen Text habe ich für den “MUS-Falter” der Macintosh Users Switzerland geschrieben.


Fast & Easy: iLife 08 und iWork 08

August 25, 2007

Jeder hat immer mehr Gadgets wie digitale Kameras und Videorecorder und jeder hat immer mehr Ideen, was er mit seinen Kreativität anfangen möchte: Bilder und Filme auf der eigenen Website oder bei Youtube platzieren, die Videos mit selbstgemachter Musik unterlegen, Plakate und Flugblätter designen und so weiter und so fort - nur die Zeit wird für den modernen Digitalnomaden immer knapper und wertvoller. Da will Apple helfen mit den neuesten Versionen von iLife und iWork, die unter dem Motto „Fast and Easy“ stehen.

Alles muss schnell gehen und alles muss leicht von der Hand gehen, ohne lange in Handbüchern und PDF-Manuals zu stöbern. Und dabei sollen natürlich die Resultate erstklassig und stylish aussehen - iLife und iWork 08 machen es möglich. iLife ist das Rundum-Sorglos-Paket für Fotos, Videos, DVD-Authoring, Musikproduktion und Website-Gestaltung, während iWork 08 sich um die ernsteren Aspekte des Lebens kümmert: Korrespondenz („Pages“) und Präsentationen („Keynote“), sowie ganz neu Tabellenkalkulation mit „Numbers“.

iLife 08 ist auf jedem neuen Mac vorinstalliert oder kann im Applestore oder beim Applehändler für CHF 109.– gekauft werden. iWork 08 muss in jedem Falle gekauft werden und kostet ebenfalls CHF 109.–. iWork kann mit den Microsoft-Formaten Word, Excel und Powerpoint problemlos umgehen (Lesen und Schreiben) und macht Microsoft-Office auf dem Mac weitgehend unnötig, solange man nicht ausgefeilte Formeln und Funktionen in Excel benötigt. Keynote ist Powerpoint ohnehin seit langem haushoch überlegen.

iLife 08
Die grösste Neuerung betrifft iMovie, das von Grund auf neu gestaltet worden ist und einen neuen, professionelleren Look erhalten hat. Auch das Icon wurde neu gestaltet und ist den Sternen in Hollywoods „Walk of Fame“ nachempfunden. Das Design ist in dunkelgrau, schwarz und silber gehalten und macht Eindruck. Die wichtigsten Neuerungen in Kürze:
Nur noch eine Video-Library - alle Videos sind zentral zugänglich, sortiert nach Events. Videos können blitzschnell durchgeschaut werden, indem man mit der Maus über sie fährt. Favorisierte Szenen können sofort mit der Maus markiert werden. Der Filmschnitt geht rasant vor sich aus, weil die die einzelnen Video-Szenen nur noch per Drag und Drop ins Schnittfenster gezogen werden. Titel, Uebergänge und Effekte werden in Echtzeit dargestellt, während man an ihnen arbeitet. Fertige Videos werden ganz einfach auf den iPod, das iPhone, Apple TV, auf die Web Gallery, oder YouTube transferiert.

iMovie 08

Die wichtigste Neuereung bei iPhoto betrifft ebenfalls die Gruppierung von Bildern nach Events, also nach zusammenhängenden Ereignissen, dabei wird jeweils eine Gruppe von Bildern durch ein einziges Bild repräsentiert. Anwender können ihre Maus einfach über einen Event bewegen, um alle dazugehörigen Bilder durchzublättern - sehr schön und praktisch, denn heute hat wohl jeder viel zu viele Bilder in seiner Library. Sehr praktisch auch die neue Funktion, dass man Bilder, die man nicht jedem Kollegen zeigen möchte, in der Library verstecken kann. Das Angebot an Büchern und Kalendern, die man aus iPhoto heraus erstellen kann, wurde stark erweitert. Für Mitglieder von .Mac führt Apple die .Mac Web Gallery ein. Die .Mac Web Gallery ist komplett in iPhoto ‘08 und iMovie ‘08 integriert und erlaubt es, Fotos und Movies mit wenigen Mausklicks im Web zu präsentieren.

Das neue iWeb verfügt über eine erweiterte Auswahl an professionell gestalteten Themen, die jederzeit ausgetauscht werden können, um mit neuen Designs zu experimentieren - auch nachdem die Website bereits publiziert wurde. Und nun kann man iWeb Websites endlich auch unter einer eigenen persönlichen Domain ablegen! Auch lassen sich nun Google-Adsense-Inserate und Google-Maps sehr einfach integrieren. In der .mac-Mitgliedschaft sind nun übrigens 10GB Speicherplatz inbegriffen.

Auch GarageBand hat einen Update erfahren: neu ist vor allem die schön gestaltete Magic-Funktion, mit der sich eine Begleitband aus vorerst neun Musikstilen zusammenstellen lässt - ideal zum Ueben für Sänger und Instrumentalisten. Ebenfalls neu ist die Unterstützung für 24-Bit Audio-Interfaces.

garageBand08

iWork 08
Der neue Shooting-Star von Work 08 heisst Numbers und befreit die Mac-User von der Notwendigkeit, Excel zu kaufen, wenn man mit der Windows-Welt kommunizieren will oder muss. Numbers wäre nicht von Apple, wenn es nicht jede Menge neuer Funktionen und Vereinfachungen gegenüber Excel enthalten würde. Gebräuchliche Formeln und Funktionen können per Drag and Drop in jede Zelle gezogen werden, aktuell sind mehr als 150 Formeln zum Berechnen von Zahlen, Daten, Zeit, Finanzwerten oder Statistiken verfügbar. Durch interaktive Checkboxen und -Reiter lassen sich einfach verschiedene Szenarien ausprobieren und man gelangt sofort zu einem Ergebnis.

Besonders gut gefällt mir, dass zum Beispiel zur Summenbildung nicht kompliziert so etwas wie SUMME (F2-F9) eingeben werden muss, sondern einfach der Name der jeweiligen Spalte. Natürlich gibt es beeindruckende 2D- und 3D-Diagramme, die sich automatisch veränderten Werten anpassen und dann um Grafiken, Fotos oder Textkästen ergänzt werden können. Mit der interaktiven Druckausgabe kann man Dokumente leicht auf eine Seite anpassen oder Tabellen und Objekte über mehrere Seiten hinweg neu anordnen.

numbers08

Mit Pages arbeite ich schon länger gerne, es verfügt über alle notwendigen Funktionen und bleibt dennoch praktisch und übersichtlich. Bei Apple hat man nun gemerkt, dass die meisten Anwender nicht täglich tolle Broschüren oder Flugblätter gestalten, sondern meistens einfach Texte verfassen. Darum gibt‘s nun neu zwei verschiedene Arbeitsumgebungen: zum einen die textorientierte Umgebung für schnelles und einfaches Bearbeiten von Dokumenten und zum anderen die seitenlayoutorientierte Umgebung, die dem Anwender die Möglichkeit der Platzierung diverser Objekte im Dokument ermöglicht.

Pages verfügt über 140 Apple-spezifische Vorlagen zum einfachen Erstellen von Briefen, Berichten, Newslettern und Broschüren. Natürlich lassen sich eigene Designs als Templates abspeichern. Die neue textabhängige Formatleiste stellt dem Anwender genau die Werkzeuge zur Verfügung, die er in diesem Moment beim Bearbeiten des Textes, dem Erstellen einer Tabelle oder dem Nachkorrigieren eines Bildes benötigt. Gut auch die neue Änderungs- bzw. Korrekturverfolgung, die die Teamarbeit an einem einzelnen Dokument erleichtert.

Das Präsentationsprogramm Keynote bietet ab sofort mit Smart Builds die Möglichkeit, eigene Animationen zu erstellen, indem man Grafiken per Drag & Drop auf eine Folie zieht. Experimentierfreudige User haben die Möglichkeit, Bewegung, Drehung, Skalierung und Deckkraft zu kontrollieren. Zudem lassen sich mit der neuen Funktion ‘Instant Alpha’ unerwünschte Hintergründe von Bildern und Grafiken entfernen. Keynote-Präsentationen lassen sich mit einer Tonspur versehen und als Videos exportieren und dann auf dem Web via Podcasting oder YouTube vorführen. Perfekt, um Schulungsvideos oder politische Agitation zu kreieren. Natürlich enthält die neue Version von Keynote wieder eine Kollektion von neuen Texteffekten, Übergängen und Themen.

Alles in allem: sehr gut gemacht, Apple! Die Firma hat auf die Wünsche der Anwender gehört, hat einmal mehr tolle neue Funktionen integriert, ohne dabei die Einfachheit und Direktheit in der täglichen Anwendung zu stören. Der Preis für die neuen Versionen ist sehr moderat, und iLife ist auf neuen Macs ohnehin schon vorinstalliert. Schlussfolgerung: weiterhin Apple-Aktien kaufen, denn mit einer solchen Update-Politik werden die Kurse weiter steigen.

Anmerkung: diesen Text habe ich für den “MUS-Falter” der Macintosh Users Switzerland geschrieben.


Schaltkreis Wassermann wieder mal als Bootleg

August 17, 2007

Bei Piccadilly Records in London gefunden: unser 1981er Track “LUX”, den wir damals unter Schaltkreis Wassermann als Soundtrack zu einem Experimentalfilm produziert hatten. Erstmals erschienen auf dem psychdelischen Album Psychotron, frühe synthetische Computermusik, heavy spaced-out, mit Synth-Pop-Tracks dazwischen.

Und nun als Vinyl-Bootleg. Da verdienen wir zwar kein Geld, wie immer bei Schaltkreis, aber es ist ein nettes Kompliment nach 26 Jahren.

Der Text von Piccadilly Records
Schaltkreis Wassermann / Peter Jacques Band : Lux / Fly With The Wind
Supersound
Schaltkreis Wassermann - Lux
Peter Jacques Band - Fly With The Wind
Schaltkreis Wassermann - Lux (33rpm)
Supersound #19. A quarter of a century ago Schaltkreis Wassermann’s “Psychotron” album was the precursor to Delia Gonzalez & Gavin Russom’s “Days Of Mars”. It yielded the complex synthesizer opera “Lux”, which can be played at 45 or 33 depending on how monged you are. 1978’s “Fly With The Wind” by Peter Jacques Band comes from disco producer Jacques Fred Petrus of Change fame.
12″ - UND019 - £6.99
Each pressing limited to 350.

Schaltkreis Wassermann - Psychotron

Auf der Schaltkreis-Website gibt’s übrigens ein gratis mp3 zum Downloaden.

Danke an Alex Gloor für den Hinweis…


Global Warming etc.

März 4, 2007

Wir stecken bereits mittendrin in der Klimakatastrophe. Und unsere Zivilisation ist wie ein Supertanker, der 20km braucht zum Bremsen. Alles war wir jetzt tun, wirkt sich erst in vielen Jahren aus. Dabei tun wir noch nicht mal was. Die Leute kriegen’s schon ein bisschen mit, und es ist ihnen auch nicht ganz geheuer, aber was will der einzelne schon tun - ausser die Glühbirnen durch Energiesparlampen zu ersetzen?

Die einschlägigen Wissenschaftler sind die einzigen, die wissen, was es geschlagen hat. Doch sie verstehen nichts von professioneller Kommunikation. Die Politiker getrauen sich nicht, wirklich etwas zu tun. Sie warten lieber ab, bis es so schlimm ist, dass vom Volk ernsthaft Handeln gefordert wird. Und die Wirtschaftsführer wollen nicht auf ihre Profite verzichten, solange das noch möglich ist.

So wird ein bisschen rumgedoktert. Das einfache Volk soll auf den Urlaub verzichten, bzw. ihn im eigenen Land verbringen. Cool.

Was nötig wäre:

- Sofort auf dem ganzen Planeten das Militär verbieten, weil es viel zu viel Energie verbraucht. Ein Panzer säuft über 100 Liter pro 100 Kilometer! Und dann erst die Energie, die für die Herstellung der Waffen, Flugzeuge und Bomben verbraucht wird. Die Eisenerze können im Boden bleiben, müssen nicht verarbeitet und nicht transportiert werden.

- Cannabis nicht nur entkriminalisieren, sondern massiv fördern. Hanf ist die stärkste Naturfaser der Welt, er ersetzt Nylon und andere aus Erdöl gewonnenen Fasern. Dazu Jack Herer (Author von “The Emperor Wears No Clothes”): “If all fossil fuels and their derivatives, as well as trees for paper and construction, were banned in order to save the planet, reverse the greenhouse effect and stop deforestation; then there is only one known annually renewable natural resource that is capable of providing the overall majority of the world’s paper and textiles; meet all of the world’s transportation, industrial and home energy needs, while simultaneously reducing pollution, rebuilding the soil and cleaning the atmosphere all at the same time… and that substance is the same one that has done it before . . . CANNABIS/HEMP/MARIJUANA!
www.jackherer.com
Cannabis hat zudem den Vorteil, dass es die Leute fröhlicher und zufriedener macht, sodass sie weniger Konsum benötigen und dadurch weniger Energie konsumieren.

- Meditation und Yoga mit massiven staatlichen Mitteln fördern. Kurse in Ethik, Workshops über Mitmenschlichkeit obligatorisch für alle, besonders aber für Führungskräfte. Oeffentliche Aechtung jedes übermässig profitgierigen Verhaltens, mit gleichzeitiger Ermunterung des Strebens nach ökonomischer Selbstständigkeit.

- Ermunterung von psychedelischen Thinktanks, wo Freiwillige unter Einfluss von LSD, Pilzen und anderen geeigneten Substanzen originelle Ideen und Konzepte ausbrüten. Schliesslich haben uns die Acidheads schon den Personal Computer gebracht…
(Siehe dazu “What the Dormouse Said” von John Markoff, Senior Writer für Information Technology der New York Times.)

Bin gespannt, wie lange die Menschheit braucht, um zur Vernunft zu kommen. Und ob sie die Kurve überhaupt noch kriegt.


Hurra für Mac OS X

Februar 17, 2007

Ich habe mir ein neues MacBook Pro gekauft. Gleich nach dem ersten Aufstarten fragte mich der Rechner, ob ich Daten von einem alten Mac transferieren möchte. Ich schloss mein altes Kistchen per Firewire an, war aber skeptisch, denn früher hatte so etwas noch nie funktioniert.

Doch siehe da, nach eineinhalb Stunden waren sämtliche Programme, Daten und Einstellungen auf meinem neuen Computer - so was von vollgeil!!! Gemäss früherer Erfahrungen hatte ich damit gerechnet, dass es zwei bis drei Wochen dauern würde, bis ich normal auf dem neuen Laptop arbeiten könnte. Doch ich konnte sofort lossurfen, meine emails abholen, sogar die FTP-Einstellungen in meinem betagten Golive waren alle da und funktionierten auf Anhieb! So macht die Computerei Spass.

Witziges kleines Detail: Beim ersten Erstellen des eigenen User-Accounts fragt OSX, ob man mit der eingebauten Kamera ein Bild von sich machen will. Der Bildschirm wird dann als Blitzlicht eingesetzt, sodass man selbst im Dunkeln fotografieren kann…